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VerApplet: iPhone als Cash Machine

15. Januar 2010 | Mit einer Application des Geldverleihers „Wonga“ können sich klamme Briten innerhalb von 15 Minuten bis zu 1.000 Pfund beschaffen. Die Zinsen sind allerdings „astronomisch“.

Während deutsche Unternehmen noch verzweifelt nach „Erlösmodellen“ mit dem iPhone suchen, zockt der britische Geldverleiher „Wonga“ seine Kunden mit Hilfe von Apples kleinem Alleskönner bereits kräftig ab. Das auf die kurzfristige Kreditvergabe über das Internet spezialisierte Unternehmen hat jetzt die erste Application für Geldgeschäfte mit dem Smartphone herausgebracht. Klamme Briten können sich über das iPhone innerhalb von 15 Minuten bis zu 1.000 Pfund (ca. 1.130 Euro) beschaffen oder sich von den Kredit-Haien offene Rechnungen bezahlen lassen.

Die unkomplizierte Handhabung der Kleinkredite wird von „Wonga“ ausdrücklich zugesichert. Im Gegenzug kassieren die Geldverleiher allerdings Zinsen in „astronomischer“ Höhe, die schon fast an Geschäftsgebaren in Rotlichtvierteln erinnern. Wer sich an diesem Freitag (15. Januar 2010) beispielsweise 400 Pfund bei „Wonga“ ausleiht, muss nach 30 Tagen 525,48 Pfund zurückzahlen. Der Aufschlag der Kredithaie von 125,48 Pfund entspricht immerhin einem Zinssatz von 376 Prozent (360 Zinstage pro Jahr). Wie die kostenlose Tageszeitung „Metro“ herausfand, wird es allerdings noch wesentlich teurer, wenn der vereinbarte Rückzahlungstermin von den Kunden nicht eingehalten wird: „Die Zinsen können dann bis zu 3.000 Prozent betragen.“ Da ist es schon richtig, wenn eine Verbraucherschützerin in „Metro“ warnt: „Die Leute sollten sehr genau darüber nachdenken, bevor sie sich auf solche extrem teuren Kredite einlassen.“

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