Medien

Twitter – das unbekannte Wesen

Der Mikro-Blogging-Dienst ist bei Studienbewerbern kaum bekannt.

23. Juli 2009 | Die Fragen hatten es durchaus in sich beim Eignungstest für die Medienstudiengang am Mittwoch. Wer einen der begehrten Studienplätze in den Richtungen Medienmanagement und Medientechnik ab September an der Hochschule Mittweida ergattern wollte, sollte zum Beispiel Radionachrichten anhand von Agenturmeldungen verständlich aufbereiten, auf sachliche Fehler prüfen und nach Relevanz gewichten. Ingesamt mussten die knapp 500 Prüflinge in nur zwei Stunden 60 Fragen aus den Bereichen Allgemeinbildung, Politik, Zeitgeschehen, Medien und Sport m?glichst richtig beantworten und auch noch sechs praxisbezogene Aufgaben lösen. Kaum zu glauben – eine vermeintlich simple Frage, entpuppte sich als Stolperstein für die allermeisten Aspiranten:

„Auf wie viel Zeichen ist ein Tweet bei Twitter begrenzt?“ Während beispielsweise immerhin rund zwei Drittel der Bewerber wussten, dass Finanzminister Steinbrück die Hauptstadt von Burkina Faso meinte, als er kürzlich „Ouagadougou“ in einem Atemzug mit Luxemburg, der Schweiz und Österreich nannte, konnte nur jede(r) Fünfte die Twitter-Frage mit „140 Zeichen“ richtig beantworten. Dieses Ergebnis scheint zu bestätigen, dass der Mikro-Blogging-Dienst bei den 18 bis 23jährigen kaum verbreitet ist. Twitter ist wohl doch eher ein nettes Spielzeug für (uns) „Oldies but Goldies“ im Internet. Besonders originelle Antworten aus dem Eignungstest der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida gibt es bei medien-mittweida.de. Beispiel: Was ist ein Anchorman? Antwort: Gewichtheber oder Wrestler.

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