Medien

Standleitung für Podcaster

Mit dem „MP3 Skype Recorder“ können Internet-Telefongespräche einfach und in ordentlicher Qualität aufgezeichnet werden. Die Software bietet sogar professionellen Radiomachern neue Möglichkeiten.

6. Juli 2009 | Seit einigen Tagen kursiert im Mikro-Blog „Twitter“ ein Tipp für eine kostenfreie Software, die für Podcaster und sogar für professionelle Radiomacher interessant sein dürfte. Mit dem „MP3 Skype Recorder“ lassen sich über „Skype“ geführte Internet-Telofongespräche aufzeichnen und als MP3-Dateien auf dem PC abspeichern. Dabei ist die Handhabung denkbar einfach und die Tonqualität bei einer Bitrate bis zu 128/s recht ordentlich.

Für Betreiber von Podcasts ergeben sich damit neue Möglichkeiten für die Aufzeichnung von Interviews. Der „MP Skype Recorder“ hat quasi die Funktion einer Standleitung und könnte durchaus auch für professionelle Radiomacher interessant sein. Voraussetzung für eine ordentliche Qualität der Aufzeichnung ist allerdings, dass der Gesprächspartner ebenfalls „Skype“ auf seinem Computer installiert hat. Sollte das nicht der Fall sein, können auch über „Skype“ geführte Telefonate in Fest- und Mobilnetze mit dem Tool aufgezeichnet werden. In diesem Fall übernimmt die Software die Funktion eines Telefonhybriden, der sonst je nach Hersteller, Qualität und Ausstattung zwischen rund 100 und mehreren Tausend Euro Kosten kann.

Hinweise zum Handling

Der „MP Skype Recorder“ steht zur Zeit allerdings nur für die Betriebssysteme Windows 2000, XP und Vista, nicht jedoch für Apple, zur Verfügung. Nach dem Download und der Installation können einige Einstellungen wie Stereo/Mono, Speicherort der erzeugten MP3-Datei und Bitrate (32, 64, 128) manuell eingestellt und auch wieder geändert werden. Zudem lässt sich der Recorder so einstellen, dass er beim Zustandekommen der „Skype“-Verbindung automatisch startet. Aber Vorsicht: Von Gesprächspartnern muss grundsätzlich vor Beginn der Aufzeichnung das Einverständnis dafür eingeholt werden, dass das Telefonat auch mitgeschnitten werden darf. Zuwiderhandlungen gelten keinesfalls als Kavaliersdelikt, sondern können als Verstoß gegen die „Vertraulichkeit des Wortes“ gemäß Paragraph 201 des Strafgesetzbuches mit Geld- oder sogar Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geahndet werden. Insofern empfiehlt es sich, dass der „MP Skype Recorder“ bei Bedarf – und vor allem nach vorheriger Einwilligung des Gesprächspartners – manuell gestartet wird.

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