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Mit „FAZ.NET“ zur „Cebet“ nach Hannover

Wie das Online-Portal der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine ohnehin ziemlich blödsinnige Pressemitteilung des IT-Branchenverbandes „BITKOM“ weiter verschlimmbesserte.

2. März 2009. Die „CeBIT“ hat schon bessere Zeiten erlebt. In diesem Jahr ist nach Angaben der Nachrichtenagentur „Reuters“ die Zahl der Aussteller auf das Niveau von 1990 gesunken. Gut, dass da zumindest der IT-Branchenverband „BITKOM“ noch vor der offiziellen Eröffnung der Computermesse in Hannover positives vermelden konnte. Zum Beispiel, dass 14-29jährige „eher auf das Auto oder ihren aktuellen Lebenspartner verzichten als auf Internet oder Handy“. Dass – so Verbandschef August-Wilhelm Scheer – gehe aus einer repräsentativen Studie zum diesjährigen CeBIT-Leitthema „Webciety“ hervor. Immerhin – wenn auch schon 14jährige „ihren Lebenspartner“ gegen Handy und Internet eintauschen, muss der Branche ja nicht bange um ihre Zukunft sein.

Dieser Blödsinn reichte „FAZ.NET“ für die eigene Berichterstattung wohl noch nicht aus. Ein Mitarbeiter des Online-Portals der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hatte offenbar herausgefunden, dass für die Studie ausschließlich Frauen und schwule Männer befragt wurden. Folgerichtig lautet die Überschrift zur fehlerhaften Eigeninterpretation der BITKOM-Pressemitteilung: „Lieber ohne Mann als ohne Internet“. Nun gut – schließlich sollten mit dem Beitrag vor allem „kluge Köpfe“ erreicht werden, denn vor allem die tummeln sich laut Eigenwerbung im „FAZ.NET“. „Kluge Köpfe“ wissen auch, dass mit „Cebet“ die Computermesse in Hannover gemeint ist.

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