Medien

„Missachtung wird zur Anzeige gebracht“

Wer das offizielle Portraitfoto von Kanzlerin Angela Merkel „für satirische oder diffamierende Zwecke“ nutzt, muss mit dem Schlimmsten rechnen.

5. April 2008. Laurence Chaperon ist bei der Berliner Polit-Prominenz wohl fast genauso angesagt wie Udo Walz. Allerdings schneidet die gebürtige Französin Merkel und Co. nicht das Haar, sondern fotografiert sie. Eines dieser Bilder steht auf der Website unserer Kanzlerin als „offizielles Portrait“ von Angela Merkel zum Download zur Verfügung. Aber Vorsicht, wer das Foto verwendet, muss mit dem Schlimmsten rechnen, wie die ziemlich eigenwilligen Nutzungsbedingungen zeigen:


Die angebotenen Bilder dürfen für redaktionelle Zwecke kostenfrei von der akkreditierten Presse sowie von CDU-Verbänden und deren Vereinigungen genutzt werden.

  • Als Quelle ist „www.angela-merkel.de / Laurence Chaperon“ anzugeben.
  • Jegliche Veränderung der Bilder durch Bildbearbeitung oder sonstige technische Hilfsmittel oder eine Bildverfälschung sind untersagt.
  • Die Bilder dürfen nicht für satirische oder diffamierende Zwecke verwendet werden
  • Missachtung wird zur Anzeige gebracht

Bevor ich wegen unberechtigter Nutzung des Schnappschusses „zur Anzeige gebracht“ werde, verzichte ich besser auf eine Veröffentlichung. Das „offizielle Portraitfoto“ ist ohnehin ziemlich misslungen: schlecht ausgeleuchtet, viel blauer Hintergrund und wenig Merkel. Das Bild der Kanzlerin könnte auch ohne „jegliche Veränderung durch Bildbearbeitung oder sonstige technische Hilfsmittel oder eine Bildverfälschung“ problemlos „für satirische oder diffamierende Zwecke“ zum Einsatz kommen.

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