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Mensch Meyer – Folge 4

29. Juni 2010 | Was ist eigentlich aus dem ehemaligen CDU-Generalsekretär geworden? Vater!

Es gibt Zeitgenossen, die „Bild“ unglaublich lieb hat und sie auch immer wieder zu „Gewinnern“ erklärt. So ein vermeintlicher Glückspilz ist Laurenz Meyer. Ja, genau der Meyer, der früher mal Generalsekretär der CDU war, kurz vor Weihnachten 2004 unter anderem wegen des ungerechtfertigten Bezugs von Billigstrom „zurückgetreten wurde“ und seiner damaligen Chefin Angela Merkel damit mutmaßlich das Fest verdarb.

Es geht um den Meyer, der im März 2009 von „Bild“ vom „Verlierer“ zum „Gewinner“ befördert wurde, weil er von den eigenen Parteifreunden in Nordrhein-Westfalen ausgebotet worden war, indem er für die Bundestagswahl im September 2009 keinen kuscheligen Platz auf der Landesliste abbekam.

Gemeint ist der Meyer, der im vergangenen Jahr – nach freier „Bild“-Interpretation – einen „Urlaubs-Stopp für Politiker“ gefordert hatte, nur wenige Monate bevor er im September erwartungsgemäß seinen Platz im Bundestag räumen musste, weil er seinen Wahlkreis Hamm-Unna II gegen den SPD-Kontrahenten Dieter Wiefelspütz sang und klanglos verloren hatte.

Und was gibt’s Neues von Meyer? Der ist „glücklich wie nie“, vermeldet „Bild“ am Dienstag auf der Titelseite. Und weil der 62Jährige dazu auch noch Vater geworden ist, ernannte ihn das „Zentralorgan“ mal wieder zum „Gewinner“. Auch sonst müssen wir uns um den Polit-Rentner wohl keine Sorgen machen: „Der Wirtschaftsexperte ist auch beruflich auf der Erfolgsspur. Meyer ist als Unternehmensberater schon mehr als ausgelastet“, freute sich „Bild.de“ Ende des vergangenen Jahres, als das jetzt eingetretene freudige Ereignis avisiert wurde.

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