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Katastrophaler Zusammenbruch des Zeitungsmarktes

Eine bemerkenswerte Video-Dokumentation des „Newsmuseum“ über den schlechten Zustand der US-Presse 

24. März 2009. Am 17. März erschien nach 146 Jahren zum letzten Mal die Regionalzeitung „Seattle Post-Intelligencer“ als Printausgabe. Drei Wochen zuvor musste bereits die „Rocky Mountain News“ in Denver ihr Erscheinen einstellen. Der „San Francisco Chronicle“, die größte Tageszeitung im nördlichen Kalifornien, „kämpft“ noch „ums Überleben“. Personal wurde bereits „radikal“ abgebaut, die verbleibenden Mitarbeiter mussten herbe Gehaltskürzungen akzeptieren, berichtet Sueddeutsche.de. Dennoch hat das Verlagsunternehmen Hearst bereits angekündigt, dass das Blatt wohl vom Markt verschwindet, wenn sich nicht bald ein Investor findet.

Die Gründe für das „Zeitungssterben“ in den USA sind fast immer gleich: Leser wandern zunehmend ins Internet ab, Anzeigenkunden folgen. Verstärkt wird die Talfahrt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Verlage können mit Online-Aktivitäten ihre Verluste in den Printmedien kaum kompensieren. Es herrscht weitgehende Ratlosigkeit bei Verlegern, Redakteuren und Vermarktungsexperten.

Alles das wird in dem sehenswerten Video „Digital Newspapers: The New Reality“, die das Newseum auf seiner Website zur Verfügung stellt, nachvollziehbar dokumentiert. Der gut sieben Minuten lange Beitrag beginnt mit der Feststellung „Katastrophaler Zusammenbruch des Zeitungsmarktes“ und könnte ein bitterer Vorgeschmack auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Presse in Deutschland sein.

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