Medien

„Fummelzoff beigelegt“

„Bild“ hat dem „Busengrapscher“ von „bigFM“ verziehen. Jetzt soll die „schöne Tschechin“ per Webcam überwacht werden.

16. Februar 2009. Na endlich. Drei Tage nach dem vermeintlichen Fehlgriff im Finale des „Bundesvision Song Contests“ am Freitagabend bei ProSieben, hat „Bild“ dem „Morgenhans“ von „bigFM“ verziehen. „Versöhnung nach Busen-Grapscher“ überschreibt das Zentralorgan der Deutschen heute seine Geschichte über die peinliche Selbstinszenierung des abgedrehten Radiomoderators und entscheidet gleich zu Beginn des Artikel: „Fummelzoff beigelegt“. Schließlich hatte sich „Morgenhans“ Blomberg zuvor bei „Bild“ entschuldigt: „Es tut mir leid, ich weiß nicht, was mich in jenem Moment geritten hat.“

Artikel in Bild am 16. Februar 2009

Vielleicht die laufende Hörerbefragung für die Media-Analyse – das vermutet zumindest der Mediendienst „DWDL“. In einem am Sonntag veröffentlichen Kommentar geht Chefredakteur Thomas Lückerath davon aus, dass der „billige Busengrapscher“ nur eine Inszenierung für die „Radio-MA“ gewesen sei: „Wenn Gewinnspiele nicht mehr reichen, kann man auch noch einen Schritt weiter gehen. So wie ‚BigFM‘ am Freitag beim ‚Bundesvision Song Contest‘ auf ‚ProSieben‘.“

Auch der Journalist Daniel Große geht in seinem Blog „Grosse Worte“ davon aus, dass „Bild“ auf eine PR-Aktion des baden-württembergischen Privatradios hereingefallen ist. Dabei hatte doch der Chefredakteur des Senders, Karsten Krüger, ausdrücklich versichert „das war in keiner Weise abgesprochen, sonst hätten wir das im Vorfeld unterbunden.“ Er selbst sei geschockt gewesen, so wird Krüger zumindest bei FOCUS Online zitiert.

Offenbar mögen Krüger, „Morgenhans“ und auch Susanka solche Schockzustände. Am Montagmorgen startete „bigFM“ gleich die nächste glitschige Aktion. Zwei Tage lang soll die „schöne Tschechin“ in ihrem Apartment von einer Web-Kamera gefilmt werden. Grund: Irgendwer soll behauptet haben, dass Susanka im Nebenberuf dem „horizontalen Gewerbe“ nachgehe. Das könnte durchaus ein neuer Fall für „Bild“ & Co. werden. Und vielleicht sollte sich gelegentlich auch die baden-württembergische Medienaufsicht LFK mit diesen Machenschaften beschäftigen.

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