Medien

Führungswechsel in Bayern

8. März 2017 | Bayern 1 – das Oldie basierte AC-Programm des Bayerischen Rundfunks trägt seinen Namen ab sofort zurecht, zumindest vorübergehend: Nach den heute veröffentlichten Daten der Media Analyse  (MA 2017 Radio I) konnten  die öffentlich-rechtlichen Hörfunker den langjährigen Marktführer Antenne Bayern im Freistaat vom Spitzenplatz  verdrängen. Auch in den anderen Bundesländern gab’s einige Veränderungen, wie die nachfolgenden Charts mit den Marktanteilen der Radiosender zeigen.  

Zum Vergleich gibt’s die Marktanteile aus der im März 2016 veröffentlichten MA 2016 I Radio hier bei blogmedien

Und hier noch ein paar Hinweise zur Darstellung der MA-Ergebnisse in Form von Marktanteilen der Programme in den einzelnen Bundesländern:

Für Ergeb­nis­ana­ly­sen, Ver­glei­che, Eigen­lob bei Gewin­nen und Schuld­zu­wei­sun­gen bei Ver­lus­ten wird meistens der Wert “Hörer pro Durch­schnitts­stunde, Montag-Freitag zwi­schen 06.00 und 18.00 Uhr”, her­an­ge­zo­gen. Doch die­ser Wert ist nur bedingt aus­sa­ge­fä­hig und lässt kaum Ver­glei­che außer­halb der jeweils eige­nen Sen­de­ge­biete zu. Schließ­lich emp­fan­gen die meis­ten Hörer ihre Pro­gramme immer noch über UKW und der Zuschnitt der Sendegebiete in Deutschland basiert auf den Bundesländern, die nun einmal erheblich unterschiedliche Größen haben.

Bei den Marktanteilen werden auch die öffentlich-rechtlichen Programme berücksichtigt, die keine Werbung ausstrahlen (dürfen). Dazu gehören beispielsweise die NDR 1-Programme in Niedersachsen und  Mecklenburg-Vorpommern, die in ihren Bundesländern mit großem Abstand Marktführer sind, bei den Darstellungen nach „Hörern pro Durchschnittsstunde“ jedoch einfach ignoriert werden. Zwar werden bei den Tagesreichweiten“ ebenfalls die so genannten „werbefreien Programme“ berücksichtigt, dafür jedoch nicht die Verweildauer.

Bei aller – auch aus meiner Sicht – berechtigten Kritik an der Media Analyse, erscheint mir die Darstellung nach Marktanteilen die nachvollziehbarste Form zu sein, um Erfolg bzw. Misserfolg von Radiosendern einschätzen zu können. Und wenn Marktanteile oder „Hörer pro Durchschnittsstunde“ für den eigenen Sender nicht „stimmen“, dann wird der Erfolg schon mal passend gemacht, in Form der Wackelwährung „Hörer pro Tag“. Aber damit will ich die Leser dieses Beitrags nicht noch weiter verwirren…

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