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Frau Illners Unterschichtenfernsehen…

…für die Ärmeren, „Hartzer“ und schlichteren Gemüter. blogmedienTV dokumentiert verbale Attacken und üble Diffamierungen gegenüber vielen Zuschauern in der ZDF-Talksendung „Maybrit Illner“.

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18. Februar 2011 | Dass sich Politiker mittlerweile weit von ihren Wählern entfernt haben, ist längst eine Binsenweisheit, genauso wie viele Fernsehmacher von ihren Zuschauern. Nachzusehen war das bei Maybrit Illner am Donnerstagabend im ZDF. Mit ihren Gästen Thomas Gottschalk, Mathieu Carrière, Ute Biernat (TV-Produzentin) und Giovanni di Lorenzo wollte die Plaudertasche der Mainzelmänner laut Programmankündigung eigentlich der Frage nachgehen „Was ist gute Unterhaltung im Fernsehen“? Das ging gründlich schief – wie Stefan Winterbauer bei meedia.de zutreffend analysiert: „Maybrit Illner war vom Unterhaltungs-Thema überfordert.“

Unglaublich verlief dann Illners Ausflug ins „Unterschichtenfernsehen“. Ihr Ansatz: Das „Dschungelcamp“ sei halt etwas „für die Ärmeren“, die sie abfällig auch gleich noch als „Hartzer“ beleidigte. Weil die Moderatorin bei den verbalen Attacken gegen viele ihrer Zuschauer ins Straucheln geriet, sprang ihr Thomas Gottschalk bei: „Die schlichteren Gemüter“.

Was mich an diesen Unverschämtheiten am meisten störte? Niemand hat ernsthaft widersprochen, auch „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo nicht. Lediglich Ute Biernat „gefiel“ der Begriff „Unterschichtenfernsehen“ nicht. Und mir gefällt nicht, dass ich solche Arroganz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit meinen Gebühren zu finanzieren habe.

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