<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blogmedien</title>
	<atom:link href="http://www.blogmedien.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.blogmedien.de</link>
	<description>Das private Weblog von Horst Müller</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 May 2013 07:12:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.4.1</generator>
		<item>
		<title>CNN: Shame on you</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/cnn-shame-on-you/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/cnn-shame-on-you/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 07:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Cleveland]]></category>
		<category><![CDATA[CNN]]></category>
		<category><![CDATA[Fake]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=636</guid>
		<description><![CDATA[Eine offensichtlich „gefakte“ Satellitenschaltung hat mein bislang (zu) großes Vertrauen in den Nachrichtensender CNN nachhaltig beeinträchtigt. „So langsam schäme ich mich, für diesen Sender einst gearbeitet zu haben.“ Das ist die Reaktion von Richard Gutjahr bei Twitter auf die Information, &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/cnn-shame-on-you/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine offensichtlich „gefakte“ Satellitenschaltung hat mein bislang (zu) großes Vertrauen in den Nachrichtensender CNN nachhaltig beeinträchtigt.</strong><em></em></p>
<p><em>„So langsam schäme ich mich, für diesen Sender einst gearbeitet zu haben.“</em> Das ist die Reaktion von <a title="Richard Gutjahr bei Twitter" href="https://twitter.com/gutjahr" target="_blank"><strong>Richard Gutjahr bei Twitter</strong> </a>auf die Information, dass der <strong>Nachrichtensender CNN</strong> am Dienstag offensichtlich eine so genannte <strong>„Satellitenschalte“ vorgetäuscht</strong> hat. Dabei bezieht sich der renommierte deutsche<a title="Gutjahr's Blog" href="http://gutjahr.biz/" target="_blank"><strong> Blogger</strong></a> auf Recherchen, die der <a title="Atlantic Wire, 07.05.2013" href="http://m.theatlanticwire.com/national/2013/05/nancy-grace-ashleigh-banfield-cnn-parking-lot/64965/" target="_blank"><strong>amerikanische Informationsdienst Atlantic Wire</strong></a> am 7. Mai öffentlich gemacht hatte.</p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/05/B-13-05-10-CNN.jpg" rel="lightbox[636]"><img class="alignleft size-medium wp-image-637" title="Satelliten-Schalte über 10 Meter bei CNN - Quelle: CNN/Atlantic Wire" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/05/B-13-05-10-CNN-300x165.jpg" alt="" width="300" height="165" /></a>Bei der Berichterstattung über die Befreiung von drei Frauen, die vor neun Jahren  entführt – und seitdem in einem Haus in Cleveland/Ohio gefangen gehalten worden waren, sprach <strong>CNN-Nachrichtenmoderatorin Ashleigh Banfield</strong> am Dienstag angeblich live via Satellit mit Kollegin <strong>Nancy Grace</strong>. Anhand von Screenshots wird im Atlantic Wire jedoch nachgewiesen, dass sich beide CNN-Frauen vom selben Parkplatz in Phoenix/Arizona meldeten und höchstens 10 Meter von einander entfernt waren: Im geteilten Bildschirm (Splitscreen) sind derselbe „Nissan Xterra“ – und kurze Zeit später derselbe Bus im Hintergrund beider Reporterinnen zu sehen.</p>
<p>Angesichts vieler Ungereimtheiten im hektischen „Nachrichtengeschäft“ könnte man diese Geschichte womöglich als Lapsus abhaken. Für mich ist dieser offensichtliche „Fake“ allerdings von größerer Bedeutung. CNN war schließlich nicht nur der erste internationale Nachrichtensender, sondern gehört auch heute noch – trotz wachsender Konkurrenz – zu den einflussreichsten Nachrichtenkanälen weltweit. Informationen des Senders werden von vielen Medien rund um den Globus übernommen und verbreitet, häufig ohne vorherige Verifizierungen oder gar eigene ergänzende Recherchen.</p>
<p>Dass längst nicht alles, was CNN meldet, auch der Wirklichkeit entspricht, hatte zuletzt die Berichterstattung über die Jagd auf die mutmaßlichen<strong> Attentäter von Boston</strong> gezeigt. Dabei wurden von dem Nachrichtensender <strong>gravierende Falschmeldungen verbreitet</strong>, die aus Sicht des Schweizer <a title="Tagesanzeiger, 21.04.2013" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/Die-Entstehung-eines-Informationsdesasters/story/22271228" target="_blank"><strong>Tagesanzeigers</strong></a> <em>„leicht hätten vermieden werden können und die für einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust sorgen werden.“</em> CNN hatte bereits am Mittwoch nach den furchtbaren Anschlägen die Verhaftung eines verdächtigen mutmaßlichen Bombenlegers gemeldet. Tatsächlich gab es zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keine Festnahme. Die Falschmeldung ging dennoch zunächst um die Welt, bevor sie Stunden später zurückgenommen werden musste.</p>
<p>Im Fall der Falschmeldung aus Boston kann man CNN wohl Schlampigkeit bei der Recherche – sicherlich jedoch keinen Vorsatz unterstellen. Bei der offensichtlich „gefakten“ Satellitenschaltung aus Phoenix wurden dagegen die Zuschauer absichtlich betrogen. Und das hat mein bislang (vermutlich zu) großes Vertrauen in den Nachrichtensender nachhaltig beeinträchtigt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/cnn-shame-on-you/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Sie sind Moslems“</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/sie-sind-moslems-2/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/sie-sind-moslems-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 19:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bosten Attentat]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT ONLINE]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=630</guid>
		<description><![CDATA[Die Suche nach den Motiven der Bostoner Attentäter führte bei ZEIT ONLINE zu einer schlimmen journalistischen Entgleisung. Was war bloß los am vergangenen Samstagabend in der Redaktion von ZEIT ONLINE?  Um 19.57 Uhr erschien in dem Webportal ein Beitrag mit &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/sie-sind-moslems-2/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Suche nach den Motiven der Bostoner Attentäter führte bei ZEIT ONLINE zu einer schlimmen journalistischen Entgleisung.</strong></p>
<p>Was war bloß los am vergangenen Samstagabend in der Redaktion von ZEIT ONLINE?  Um 19.57 Uhr erschien in dem Webportal ein Beitrag mit der Hauptzeile <a title="ZEIT ONLINE, 20.04.2013" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-04/boston-attentat-motive" target="_blank">„Rätseln über die Motive der Boston-Attentäter“</a>. Am Abend nach der Festnahme des 19jährigen Dschochar Zarnajew befasste sich Autor Ragnar Vogt mit den möglichen Hintergründen der furchtbaren Anschläge während des Boston Marathons. <span id="more-630"></span></p>
<p>Die journalistische Leistung – wenn davon überhaupt die Rede sein kann – besteht in einer Zusammenstellung von Erkenntnissen, die CNN, CBS, Wall Street Journal und andere US-Medien zuvor verbreitet hatten. Verbunden werden diese Rechercheergebnisse anderer durch eigene Textübergänge des Autoren, die auch schon mal makaber wirken. Über den älteren der Zarnajew-Brüder schreibt Vogt beispielsweise: „Von Tamerlan selbst kann man nichts mehr erfahren, er ist auf der Flucht gestorben.“</p>
<p>Es sind nicht solch’ dümmliche Formulierungen, die mich stören. Es ist der Einstieg in den Artikel, der mich zunächst ratlos und dann regelrecht wütend machte:</p>
<blockquote><p>Sie sind Moslems, die beiden Attentäter von Boston. Es wäre allerdings vorschnell, darin ein Motiv für den Anschlag auf den Boston-Marathon zu vermuten, bei dem drei Menschen starben und mehr als 180 verletzt wurden.</p></blockquote>
<p>Da können Moslems auf der ganzen Welt wohl beruhigt sein, dass sie nicht allein wegen ihrer Religionszugehörigkeit pauschal unter Terrorverdacht stehen, zumindest nicht bei ZEIT ONLINE-Redakteuren. Schließlich wird ja auch nicht jeder Christ pauschal der Kinderschändung verdächtigt – könnte man da zynisch anmerken.</p>
<p>Nein, es ist einfach unglaublich, dass solche gleichfalls herablassenden wie diskriminierenden Ausführungen einfach so im Webportal eines Mediums veröffentlicht werden, das unverdrossen mit dem eigenen hohen journalistischen Qualitätsanspruch für sich wirbt. Auch mehr als 24 Stunden nach der Veröffentlichung, am Sonntagabend als ich diesen Blogeintrag ins Netz stellte, gab es noch keine Korrektur oder gar eine Entschuldigung für diese schlimme Entgleisung.</p>
<p>Daraus lässt sich nur schlussfolgern, dass bei ZEIT ONLINE keine journalistische Qualitätskontrolle stattfindet, zumindest nicht an Wochenenden. Das sollte sich spätestens zu Beginn der neuen Woche ändern. Sonst könnte sich diese Fehlleistung noch zu einem journalistischen Skandal ausweiten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/sie-sind-moslems-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Untergetaucht in Watertown</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/untergetaucht-in-watertown/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/untergetaucht-in-watertown/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 14:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Brennpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Boston Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Watertown]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF heute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=620</guid>
		<description><![CDATA[Wo waren ARD- und ZDF-Korrespondenten als in der Nacht zum Samstag der zweite Bostoner Terrorverdächtige festgenommen wurde? Die erste Meldung über die Festnahme des zweiten Terrorverdächtigen wurde am Freitagabend um 20.58 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit vom Boston Police Department über den &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/untergetaucht-in-watertown/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wo waren ARD- und ZDF-Korrespondenten als in der Nacht zum Samstag der zweite Bostoner Terrorverdächtige festgenommen wurde?</strong></p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/04/B-13-04-20-Boston-Police.jpg" rel="lightbox[620]"><img class="alignleft size-full wp-image-621" title="Tweet des Boston Police Department unmittelbar nach der Festnahme des Terrorverdächtigen" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/04/B-13-04-20-Boston-Police.jpg" alt="" width="800" height="273" /></a></p>
<p>Die erste Meldung über die Festnahme des zweiten Terrorverdächtigen wurde am Freitagabend um 20.58 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit vom Boston Police Department über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet. Schon wenige Minuten später berichteten Reporter der US-Nachrichtenkanäle CNN und Fox News live aus dem Bostoner Vorort Watertown, wo der 19jährige Dschochar Zarnajew nach einem Schusswechsel mit der Polizei im Garten eines Hauses festgenommen worden war. Gemeinsam mit seinem sieben Jahre älteren Bruder Tamerlan, der am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei getötet wurde, soll der aus Tschetschenien stammende Student für die verheerenden Bombenanschläge beim Boston Marathon am Montag verantwortlich sein.<span id="more-620"></span></p>
<h4>Korrespondent im &#8220;Brennpunkt&#8221;</h4>
<p>Tagelang war zunächst die Suche nach möglichen Attentätern und schließlich die Verfolgung der beiden dringend tatverdächtigen Brüder weltweit das Top-Nachrichtenthema, selbstredend auch in den aktuellen Sendungen von ARD und ZDF. Noch am Freitagabend hatte „Das Erste“ direkt nach der 20-Uhr-Tagesschau einen „Brennpunkt“ mit dem Titel „Boston im Ausnahmezustand“ ins Programm genommen.</p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/04/B-13-04-20-Roth-ARD.jpg" rel="lightbox[620]"><img class="alignleft size-full wp-image-623" title="Korrespondent Thomas Roth meldet sich aus Watertown - Screenshot ARD Brennpunkt, 19.04.2013" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/04/B-13-04-20-Roth-ARD.jpg" alt="" width="800" height="397" /></a>Von der vermeintlichen Front am Rande des abgeriegelten Bostoner Vorortes Watertown meldete sich live Thomas Roth. Der Leiter des New Yorker ARD-Studios beantwortete die Fragen von Brennpunkt-Moderator Jörg Schönenborn mit dem schon gewohnten hilflosen Mix aus externen Agenturmeldungen und eigener Ahnungslosigkeit. Zumindest konnten wir Rundfunkbeitragszahler sicher sein, dass sich „unser Mann“ tatsächlich am Ort des vermeintlichen Geschehens aufhielt. Zum Beweis hatte sich Roth vor einem Schild mit der Aufschrift „Watertown Mall“ platziert. Dort stand er auch noch 90 Minuten später für die „Schalte“ zu den Tagesthemen, ohne dass er neue Erkenntnisse zu vermelden gehabt hätte.</p>
<p>Was Korrespondent Roth anschließend gemacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher ist nur, dass sich bis Samstagmittag weder Roth noch ein Kollege bzw. eine Kollegin aus Boston in den Nachrichtensendungen der ARD gemeldet hat. Das vorläufige Ende des „Dramas von Boston“,  wurde in den Tagesschau-Sendungen um 10.00 und 12.00 Uhr in einem aus Agenturmaterial zusammengestückelten 1:13 Minuten kurzen Beitrag abgehakt. Beobachtungen und Einschätzungen der Ereignisse vor Ort durch eigene Korrespondenten &#8211; Fehlanzeige.</p>
<h4>Frau Diekmann am Telefon</h4>
<p>Da war es doch fast schon ein Glücksfall für die Mainzelmänner, dass ZDF-Nachwuchskorrespondentin Nicole Diekmann in der Nacht zumindest die amerikanischen Nachrichtenkanäle verfolgt hatte. So konnte sie in der ersten heute-Ausgabe am Samstag um 11.00 Uhr zumindest das wiedergeben, was CNN, Fox News und andere schon viele Stunden zuvor berichtet hatten. Ob sich Frau Diekmann tatsächlich – wie von Nachrichtenmoderatorin Anja Charlet angekündigt – aus Watertown meldete, war mangels bewegter Bilder nicht erkennbar. Während sich Reporter von CNN, BBC oder Sky News bei solchen aktuellen Ereignissen längst via Smartphone in akzeptabler Bildqualität auf dem Sender melden, brachten die Mainzer acht Stunden nach der Festnahme des zweiten Terrorverdächtigen gerademal eine Telefonverbindung nach Boston zustande.</p>
<p>Zumindest Diekmanns Kollege Christoph Röckerath scheint die Nacht zum Samstag irgendwo in oder um Watertown verbracht zu haben. In seinen <a title="Christoph Röckerath bei Twitter" href="https://twitter.com/CRoeckerath" target="_blank">Twitter-Account </a>berichtete er eifrig über die Festnahme von Dschochar Zarnajew. Nur in den heute-Sendungen ist der ZDF-Korrespondent bis Samstagnachmittag nicht wieder aufgetaucht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/untergetaucht-in-watertown/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Couragierte NDR-Journalisten&#8230;</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/couragierte-ndr-journalisten/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/couragierte-ndr-journalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 13:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Beckmann]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[ZAPP Medienmagazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=588</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;stellen den eigenen Programmdirektor öffentlich an den Pranger. Ich wüsste nicht wie ich reagieren sollte, wenn Studenten der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida in einem Beitrag auf dem von mir verantworteten Webportal  medienMITTWEIDA vermeintliche Untaten aus meiner beruflichen Vergangenheit &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/couragierte-ndr-journalisten/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230;stellen den eigenen Programmdirektor öffentlich an den Pranger.</strong></p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/03/B-13-03-01-ZAPP.jpg" rel="lightbox[588]"><img class="alignnone size-full wp-image-589" title="ZAPP-Moderatorin Inken Schneider kündigt brisanten Beitrag über den NDR Programmdirektor Fernsehen, Frank Beckmann, an - Screenshot aus NDR-Mediathek" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/03/B-13-03-01-ZAPP.jpg" alt="" width="751" height="411" /></a></p>
<p>Ich wüsste nicht wie ich reagieren sollte, wenn Studenten der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida in einem Beitrag auf dem von mir verantworteten Webportal  <a title="Startseite medienMITTWEIDA" href="http://medien-mittweida.de/" target="_blank"><strong>medienMITTWEIDA</strong></a> vermeintliche Untaten aus meiner beruflichen Vergangenheit veröffentlichen würden. Ich weiß auch nicht wie <a title="Frank Beckmann bei NDR.de" href="http://www.ndr.de/unternehmen/organisation/organisation/organisation121.html" target="_blank"><strong>Frank Beckmann</strong> </a>reagiert hat, als er sich am späten Mittwochabend im <strong>NDR-Medienmagazin „ZAPP“</strong> den Beitrag <strong>„Feiern über Gebühr – Ermittlungen zu KiKA-Fest“</strong> ansehen musste. Zumindest konnte (oder wollte?) der TV-Manager die Ausstrahlung des Berichts in eigener Sache nicht verhindern.<span id="more-588"></span></p>
<h5>Die Staatsanwaltschaft ermittelt</h5>
<p>Immerhin wird darin mit Beckmann der heutige Programmdirektor des NDR offen beschuldigt, dass er bei seiner Verabschiedung als Programmgeschäftsführer des skandalgebeutelten Kinderkanals „KiKa“ im Jahr 2008 ein opulentes  Fest auf Kosten der Gebührenzahler ausrichten ließ. Von der Staatsanwaltschaft Erfurt wurde deswegen ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen Beckmann eingeleitet. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll die Feier etwa 30.000 Euro gekostet haben. Dafür wurden laut „ZAPP“ die rund 200 geladenen Gäste unter anderem mit „italienischen und thüringischen Speisen“ bewirtet. Außerdem soll für 3.500 Euro von einer externen Produktionsfirma ein Abschiedsfilm für den seinerzeit scheidenden „KiKa“-Chef produziert worden sein.</p>
<blockquote><p><strong><a title="Feiern über Gebühr - NDR Mediathek" href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp6033.html" target="_blank">Zum Video „Feiern über Gebühr – Ermittlungen zu KiKA-Fest“ in der NDR-Mediathek”.</a></strong> Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag auf Grund der „Sieben-Tageregelung“ voraussichtlich am Dienstag, 5. März 2013, entfernt wird.</p></blockquote>
<p>Diese – und weitere Anhaltspunkte, die den Verdacht der Untreue gegenüber dem heutigen eigenen Programmdirektor erhärten, strahlte „ZAPP“ in einem knapp acht Minuten langen Beitrag am 27. Februar aus. Damit stellten couragierte NDR-Journalisten keinesfalls zum ersten Mal den hochrangigen TV-Manager öffentlich an den Pranger. Bereits am 10. Januar dieses Jahres hatte der Norddeutsche Rundfunk in einer Pressemitteilung über „ZAPP“-Recherchen in Sachen Beckmann informiert:</p>
<blockquote><p><em>Nach Recherchen des NDR Medienmagazins ZAPP gehört auch der ehemalige Kika-Programmgeschäftsführer und derzeitige NDR Fernsehdirektor Frank Beckmann zu den vier Beschuldigten in dem Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft Erfurt wegen des Vorwurfs der Untreue und der Beihilfe zur Untreue eröffnet hat. <a title="NDR-Pressemitteilung vom 10. Januar 2013" href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/pressemeldungndr11583.html" target="_blank">Weiter→</a><br />
</em></p></blockquote>
<p><em></em>Ich kann mich nicht erinnern, dass ein öffentlich-rechtliches Programm – und schon gar kein privater Sender – jemals so schonungslos über mögliche Verfehlungen eigener Manager berichtet hätte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/couragierte-ndr-journalisten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Dumme ist – fast immer – der Abgemahnte</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/der-dumme-ist-fast-immer-der-abgemahnte/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/der-dumme-ist-fast-immer-der-abgemahnte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 08:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnanwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Beckedahl]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=578</guid>
		<description><![CDATA[Unbequeme Blogger unter Hausarrest zu stellen so wie in China, ist in Deutschland gesetzlich nicht möglich. Hierzulande gibt es subtilere Methoden: Wer sich kritisch im Internet äußert, muss damit rechnen, wirtschaftlich ruiniert zu werden. Dank unklarer Gesetze haben Juristen in &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/der-dumme-ist-fast-immer-der-abgemahnte/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unbequeme Blogger unter Hausarrest zu stellen so wie in China, ist in Deutschland gesetzlich nicht möglich. Hierzulande gibt es subtilere Methoden: Wer sich kritisch im Internet äußert, muss damit rechnen, wirtschaftlich ruiniert zu werden.</strong></p>
<p>Dank unklarer Gesetze haben Juristen in den vergangenen Jahren eines der wenigen funktionierenden Geschäftsmodelle der Onlinemedien entwickelt: Abmahnungen, zumeist wegen tatsächlicher oder möglicher Urheberrechtsverletzungen. Der Dumme ist fast immer der Abgemahnte, weil er aufgrund der bedrohlich wirkenden Anwaltsschreiben entweder die – vielfach völlig überhöhten – Abmahnkosten zahlt oder selbst einen Anwalt einschaltet, der für seine „Bemühungen“ selbstverständlich seinerseits ein Honorar fordert. Auf diesen Kosten bleibt der Abgemahnte fast immer „sitzen“, selbst wenn sich die Forderung der Gegenseite als völlig ungerechtfertigt erweist. <span id="more-578"></span></p>
<p>Daran wird sich auch in Zukunft kaum etwas ändern, befürchtet <a title="Netzpolitik.org, 30.01.2013" href="https://netzpolitik.org/2013/digitale-gesellschaft-koalitionsvorschlag-zu-abmahnungen-geht-vollig-am-problem-vorbei/" target="_blank"><strong>Markus Beckedahl</strong></a>, Betreiber des Blogs<strong> „Netzpolitik.org“</strong> und Vorstand des eingetragenen Vereins <strong>„Digitale Gesellschaft“</strong>. Zwar hatte Bundesjustizministerin <strong>Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)</strong> im November des vergangenen Jahres der „Abmahn-Industrie“ noch vollmundig den „Kampf angesagt“, doch wird die geplante „Deckelung der Abmahnkosten in der Praxis nahezu keinen Effekt haben“, befürchtet Beckedahl. Grund: Die künftige Kostendeckelung in Höhe von 155,30 Euro soll nicht für “gewerbliche” Urheberrechtsverletzungen gelten – was aber aus Beckedahls Sicht laut gängiger Rechtsprechung fast immer der Fall ist. Mit anderen Worten: Dubiose Abmahnanwälte werden wohl auch künftig nahezu ungehindert ihr „Geschäftsmodell“ weiterverfolgen können. Und der Abgemahnte bleibt der Dumme.</p>
<h5>Mit juristischen Tricks werden kritische Blogger eingeschüchtert</h5>
<p>Zu den vermeintlich „Dummen“ gehören nicht selten Blogger, die längst nicht nur bei vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen ins Visier von Abmahnanwälten geraten. Mit dem Vorwurf, angeblich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet zu haben, verbunden mit Unterlassungserklärungen und Gebührenforderungen in häufig abwegig astronomischen Höhen, versuchen Politiker, Manager, Promis und andere mit Hilfe ihrer Anwälte immer wieder kritische Berichterstattungen im Keim zu ersticken.</p>
<p>Zurzeit muss  sich ausgerechnet Netzpolitik-Betreiber Markus Beckedahl mit den <a title="Netzpolitik.org, 22.01.2013" href="https://netzpolitik.org/2013/cdu-politiker-michael-fuchs-geht-juristisch-gegen-uns-vor/" target="_blank"><strong>„Abmahntricks“</strong> </a>des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, auseinandersetzen. Unbequeme Blogger unter Hausarrest zu stellen so wie in China, ist in Deutschland gesetzlich nicht möglich. Hierzulande gibt es subtilere Methoden: Wer sich kritisch im Internet äußert, muss damit rechnen, wirtschaftlich ruiniert zu werden.</p>
<h5>„Arm aber sexy“</h5>
<p>Da wäre es wohl keine schlechte Idee, wenn Blogger bei Kalkulation ihrer Kosten auch „Rückstellungen für mögliche juristische Auseinandersetzungen“ berücksichtigen. <strong>Richard Gutjahr</strong>, Journalist, TV-Moderator und Weblog-Betreiber hat das nicht getan – und eine solche Reserve bislang offensichtlich auch noch nicht benötigt. Zumindest hat er in dieser Woche den Nutzern von <a title="Gutjahrs Blog, 30.01.2013" href="http://gutjahr.biz/2013/01/blogger-tipps/" target="_blank"><strong>„Gutjahrs Blog“</strong></a> einen „Blick in meine Blog-Buchhaltung“ ermöglicht. Ergebnis: Im Laufe eines Jahres standen bei einem der bekanntesten deutschen Weblogs Einnahmen in Höhe von 840 Euro – Ausgaben von 1.050 Euro gegenüber. Gutjahr kommt trotz dieser wirtschaftlich negativen Weblogbilanz zu dem Schluss: „Wir Blogger sind ein bisschen wie Berlin: arm aber sexy“ und „Mit Bloggen wird man vielleicht nicht reich, dafür hat man eine Menge Spaß.“ Zumindest so lange, wie sich kein Abmahnanwalt meldet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/der-dumme-ist-fast-immer-der-abgemahnte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Klar, dass auch Thomas Gottschalk seine Finger mit im Spiel hatte&#8221;</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/klar-dass-auch-thomas-gottschalk-seine-finger-mit-im-spiel-hatte/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/klar-dass-auch-thomas-gottschalk-seine-finger-mit-im-spiel-hatte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 16:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gummibärchen]]></category>
		<category><![CDATA[Haribo]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Bellut]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=553</guid>
		<description><![CDATA[Die dubiosen Gewinnspiel-Kooperationen bei „Wetten, dass&#8230;?“ zeigen, dass die obersten Mainzelmänner in Sachen Schleichwerbung nichts dazu gelernt haben. Kein Wunder, wenn ZDF-Intendant Thomas Bellut sogar nachgewiesene Programmverstöße hartnäckig ignoriert. Sorry, ich bin ein wenig spät mit meinem Nachklapp zu Maybrit &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/klar-dass-auch-thomas-gottschalk-seine-finger-mit-im-spiel-hatte/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die dubiosen Gewinnspiel-Kooperationen bei „Wetten, dass&#8230;?“ zeigen, dass die obersten Mainzelmänner in Sachen Schleichwerbung nichts dazu gelernt haben. Kein Wunder, wenn ZDF-Intendant Thomas Bellut sogar nachgewiesene Programmverstöße hartnäckig ignoriert.</strong></p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/01/B-13-01-21-Bellut.png" rel="lightbox[553]"><img class="alignnone size-full wp-image-555" title="ZDF-Intendant Thomas Bellut - Screenshot Maybrit Illner, 17.01.2013" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/01/B-13-01-21-Bellut.png" alt="" width="800" height="444" /></a></p>
<p>Sorry, ich bin ein wenig spät mit meinem Nachklapp zu Maybrit Illners Plauderrunde am vergangenen Donnerstag (17. Januar), weil ich mir die Sendung um „Gebühren, Quoten, Qualität“ erst heute in der ZDF-Mediathek angesehen – und dabei nicht schlecht gestaunt habe. <span id="more-553"></span></p>
<p>Es ist schon bemerkenswert, wenn ZDF-Intendant Thomas Bellut, angesprochen auf die Einflussnahme externer Unternehmen auf das Programm, folgendes im Wortlaut antwortet: <em>„Wir kontrollieren unser Bild. Seit 2004 haben wir unsere Praxis geändert. Wir haben eine Clearing-Stelle, die guckt was rausgeht auf den Schirm und da ist nichts in der Zeit aufgefallen, was als Schleichwerbung bezeichnet werden könnte.“</em></p>
<h5>Keine Schleichwerbung im ZDF seit 2004?</h5>
<p>Entweder hat der oberste Mainzelmann erhebliche Gedächtnislücken &#8211; oder er belügt seine Zuschauer genauso frech wie das <a title="blogmedienTV, 28.01.2007" href="http://www.blogmedien.de/blogmedientv-3-andrea-von-den-weight-watchers/">Andrea Kiewel am 23. Januar 2007</a> bei Johannes B. Kerner in dessen Talkshow tat. Es ist kaum vorstellbar, dass Bellut den Schleichwerbeskandal um die „Fernsehgarten“-Moderatorin verdrängt hat. Schließlich war er seinerzeit ZDF-Programmdirektor und feuerte die „beliebte Moderatorin“ im Dezember 2007, nachdem sie bereits im Januar desselben Jahres als Gast einer Plauderrunde bei „Kerner“ hemmungslos Schleichwerbung für den Abspeckkonzern „Weight Watchers“ betrieben &#8211; und das auf Nachfrage auch noch dreist bestritten hatte. Ein gutes Jahr später, im Januar 2009, <a title="blogmedien, 03.01.2009" href="http://www.blogmedien.de/kiwi-die-quote-und-das-zdf/">heuerte Bellut die Moderatorin wieder an</a>.</p>
<h5>Bellut und die Gummibärchen</h5>
<p>Auch Belluts Aussagen zu den „Gummibärchen“, die Gottschalk seinen Gästen in „Wetten, dass&#8230;?“ über Jahre angeboten hatte, sind zweifelhaft. Bei Maybrit Illner behauptete der oberste Mainzelmann am vergangenen Donnerstag: <em>„Die Gummibärchen waren dann ja auch schnell weg, weil man allgemein der Meinung war, das war einfach zu viel, ja. Deswegen waren die weg, zumal er auch Werbung gemacht hat, für die Firma, wäre das eine Art Placement gewesen. Das geht nicht. Ganz klar.“</em></p>
<p>Im Interview mit <a title="Bild.de - Interview mit Bellut" href="http://www.bild.de/unterhaltung/tv/wetten-dass/wie-kommt-wetten-dass-aus-der-schleichwerbungs-krise-herr-bellut-28172340.bild.html" target="_blank">„Bild am Sonntag“, Ausgabe vom 20. Januar</a>, präzisierte Bellut diese Aussage noch einmal: „<em>Wir haben 2004 sehr strenge Regeln für Kooperationen mit Dritten eingeführt. Danach verschwanden etwa die berühmten Gummibärchen vom Sofatisch: Der Mann machte Werbung für Haribo. Wenn bei „Wetten, dass . . ?“ Gummibärchen auf dem Tisch stehen, sieht das wie Product-Placement aus. Das hat Thomas Gottschalk nicht sonderlich gut gefallen, auch Haribo nicht.“</em></p>
<h5>ZDF-Ausflug nach „Haribo Island“</h5>
<p>Mag sein, dass seinerzeit die Gummibärchen bei „Wetten, dass&#8230;?“ verschwanden. Dafür tauchte „Haribo“ an anderer Stelle im ZDF-Programm wieder auf. Nicht nur in den Werbeblöcken, sondern beispielsweise auch in einem Beitrag, der am 8. Oktober 2005 in der <a title="blogmedien, 11.10.2005" href="http://www.blogmedien.de/zdf-ausflug-nach-haribo-island/" target="_blank">Magazinsendung „Hallo Deutschland“</a> ausgestrahlt wurde. In dem vier Minuten langen Stück ist der damalige ZDF- Superstar Thomas Gottschalk zu sehen, wie er als zünftiger Naturbursche verkleidet, dem Gewinner einer Internetaktion des Gummibärchen-Produzenten „Haribo“ dessen Preis vorstellte: Eine abgelegene Insel vor der Ostküste Kanadas. Damit auch jeder Zuschauer mitbekam, wem der glückliche Gewinner seinen Preis zu verdanken hat, wurde gleich noch ein Auszug aus einem  „Haribo“-Werbespot für die Aktion eingeklinkt.</p>
<p><iframe width="840" height="473" src="http://www.youtube.com/embed/dRJsLj-LUd4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Was geradezu wie ein Paradebeispiel für Schleichwerbung erscheint, sah man beim ZDF dagegen<a title="blogmedien, 18.10.2005" href="http://www.blogmedien.de/zdf-und-haribo-was-hat-das-mit-benetton-zu-tun/"> „rein journalistisch“</a>: <em>„Die Originalität des Themas – die Verlosung einer Insel – und das Treffen von Thomas Gottschalk mit dem Gewinner waren für ein Boulevardmagazin wie ‚Hallo Deutschland’ ein berichtenswertes Thema&#8221;</em>, teilte mir ZDF-Sprecher Alexander Stock damals mit. Für die Verwendung von Auszügen aus einem &#8220;Haribo&#8221;-Werbespot in dem angeblich &#8220;journalistischen&#8221; Beitrag lieferte der Mainzelmann eine gar abenteuerliche Begründung: <em>&#8220;Das hat mit Schleichwerbung nichts zu tun. Auch über andere Werbekampagnen – denken Sie an Benetton – wurde und wird in den Medien berichtet. Das Zitieren von Ausschnitten aus den entsprechenden Werbefilmen ist, soweit journalistisch motiviert, legitim.&#8221; </em>Bei der Berichterstattung über die “Benetton”-Werbung ging es seinerzeit jedoch nicht um Gewinnspiele, sondern um die provokativen Inhalte von Spots und Anzeigen des Bekleidungsherstellers. Zwischen 2001 und 2003 hatte sich sogar der Bundesgerichtshof mehrfach mit Benettons Anzeigenmotiv “H.I.V. POSITIVE” beschäftigt.<em><br />
</em></p>
<p>Zutreffender war da wohl die Äußerung von “Hallo Deutschland”-Moderatorin Yvonne Ransbach als sie den Beitrag so ankündigte: <em>„Klar, dass auch Thomas Gottschalk seine Finger mit im Spiel hatte.“</em> Möglicherweise nicht nur beim damaligen ZDF-Ausflug nach „Haribo-Island“.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/klar-dass-auch-thomas-gottschalk-seine-finger-mit-im-spiel-hatte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MediathekApp off &#8211; ARD-Livestream (noch nicht ganz) on</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/mediathekapp-off-ard-livestream-noch-nicht-ganz-on/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/mediathekapp-off-ard-livestream-noch-nicht-ganz-on/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 13:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Das Erste Livestream]]></category>
		<category><![CDATA[MediathekApp]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=514</guid>
		<description><![CDATA[Während die MediathekApp am Donnerstag &#8220;abgeschaltet&#8221; wurde, ging die ARD mit einem neuen Livestream für &#8220;Das Erste&#8221; ins Netz und verbreitete gleichzeitig ihre erste Falschmeldung im Jahr 2013. Ärgerlich ist, dass die “MediathekApp” am Donnerstag eingestellt wurde. Über diese Software &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/mediathekapp-off-ard-livestream-noch-nicht-ganz-on/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während die MediathekApp am Donnerstag &#8220;abgeschaltet&#8221; wurde, ging die ARD mit einem neuen Livestream für &#8220;Das Erste&#8221; ins Netz und verbreitete gleichzeitig ihre erste Falschmeldung im Jahr 2013.</strong></p>
<p>Ärgerlich ist, dass die “MediathekApp” am Donnerstag eingestellt wurde. Über diese Software konnte man in der Vergangenheit einzelne Beiträge und ganze Sendungen aus öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen nicht nur zeitversetzt anschauen, sondern auch auf den eigenen Mac herunterladen. Bei <a title="MediathekApp bei Twitter" href="https://twitter.com/MediathekApp" target="_blank">Twitter</a> teilte der Entwickler und Betreiber lediglich mit, dass der Betrieb aus rechtlichen Gründen eingestellt werden musste. <span id="more-514"></span></p>
<p>Zufall – oder nicht? Ebenfalls am Donnerstag kündigte “Das Erste” per <a title="Pressemitteilung &quot;Das Erste&quot;, 03.01.2013" href="http://www.presseportal.de/pm/6694/2392058" target="_blank">Pressemitteilung</a> an, dass “das komplette Programm ab sofort online und auch mobil abrufbar” sei. Das war ganz offensichtlich die erste Falschmeldung der ARD im Jahr 2013. Richtig ist, dass es jetzt zwar einen Livestream gibt über den auch zeitversetzt frühere Sendungen <a title="Livestream Das Erste" href="http://live.daserste.de" target="_blank">für Computer</a> und in der <a title="Livestream Das Erste - mobil" href="http://m.daserste.de" target="_blank">mobilen Version</a> für Smartphones und Tablets in ordentlicher technischer Qualität zur Verfügung stehen, vom “kompletten Programm” kann allerdings nicht die Rede sein. Für eine Reihe von Sendungen, zum Beispiel US-Serien und Spielfilme, hat die ARD überhaupt keine Streaming-Rechte. Als ich mir beispielsweise am späten Donnerstagabend den US-Spielfim “Zeiten des Aufruhrs” mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet auf das iPad “streamen” lassen wollte, wurde ich vertröstet: “Dieser Beitrag steht Ihnen aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung. In Kürze geht es weiter.”</p>
<div id="attachment_515" class="wp-caption alignnone" style="width: 810px"><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/01/B-13-01-04-ARD-Livestream.png" rel="lightbox[514]"><img class="size-full wp-image-515" title="Vertröstung statt US-Spielfilm im neuen ARD-Livestream" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/01/B-13-01-04-ARD-Livestream.png" alt="" width="800" height="348" /></a><p class="wp-caption-text">Vertröstung statt US-Spielfilm im neuen ARD-Livestream</p></div>
<p>Nun gut. Die ARD hat es zumindest endlich geschafft, Teile ihres Programmangebots auch für die mobile Nutzung verfügbar zu machen. Wenn es die App-Designer jetzt auch noch schaffen würden, die Navigation so übersichtlich zu gestalten, wie es beispielsweise die Mainzelmänner seit geraumer Zeit <a title="Startseite ZDF-Mediathek" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/hauptnavigation/startseite" target="_blank">in ihrer Mediathek</a> vormachen, gebe es einen Grund dafür, dass ich die Zwangsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Höhe von 17,98 Euro pro Monat (offiziell seit 1. Januar <a title="Rundfunkbeitrag" href="http://www.rundfunkbeitrag.de/" target="_blank">“Rundfunkbeitrag”</a>) mit etwas weniger Groll entrichte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/mediathekapp-off-ard-livestream-noch-nicht-ganz-on/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eingeschränkter Spaß mit neuem Gangnam Style</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/eingeschrankter-spas-mit-neuem-gangnam-style/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/eingeschrankter-spas-mit-neuem-gangnam-style/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 13:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gangnam Style]]></category>
		<category><![CDATA[JibJab]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=509</guid>
		<description><![CDATA[Frohes Neues! Die Animationskünstler von JibJab haben zum Jahreswechsel den “Gangnam Style zum Selberbauen” auf ihrer Website zur Verfügung gestellt. Meine Tochter konnte nicht widerstehen und hat meinen Kopf auf die tanzende Figur “montiert”. Die Familie hat sich über diese &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/eingeschrankter-spas-mit-neuem-gangnam-style/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frohes Neues!</strong> <strong>Die Animationskünstler von JibJab haben zum Jahreswechsel den <a title="Gangnam Style bei JibJab" href="http://www.jibjab.com/holidays/christmas/gangnam_style" target="_blank">“Gangnam Style zum Selberbauen”</a> auf ihrer Website zur Verfügung gestellt. Meine Tochter konnte nicht widerstehen und hat meinen Kopf auf die tanzende Figur “montiert”. Die Familie hat sich über diese neue Version des <a title="Gangnam Style bei YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=xXdDjnVM1kI" target="_blank">YouTube-Hits</a> zumindest köstlich amüsiert…</strong></p>
<p><a href="http://www.jibjab.com/view/EoKD8fxAQuCEuqSF5SVfqQ?utm_campaign=URL+Copy&amp;utm_medium=Share&amp;utm_source=JibJab&amp;cmpid=jj_url"><img class="alignnone size-full wp-image-511" title="Neue Version von Gangnam Style bei JibJab" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2013/01/B-13-01-03-Gangnam-Style.png" alt="" width="960" height="540" /></a></p>
<p>Ganz uneingeschränkt ist so ein Spaß in der Republik der vermeintlichen Rechteschützer und Abmahnanwälte selbstverständlich nicht. Ich habe die &#8220;neue Version&#8221; von &#8220;Gangnam Style&#8221; bei JobJab für 4,99 US-Dollar heruntergeladen und wollte das Video bei YouTube einstellen um es hier in meinem Blog einzubinden. Ihr ahnt sicherlich schon, was daraus wurde. Von YouTube erhielt ich die Mitteilung: &#8220;Dieses Video enthält Content von&#8230; Es ist in deinem Land nicht verfügbar.&#8221; Und das ist leider kein Spaß.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/eingeschrankter-spas-mit-neuem-gangnam-style/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FTD gern kostenlos genommen</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/ftd-gern-kostenlos-genommen/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/ftd-gern-kostenlos-genommen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 17:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>
		<category><![CDATA[Gruner+Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätszeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=501</guid>
		<description><![CDATA[Ein wenig fühle ich mich mitverantwortlich dafür, dass heute die &#8220;Financial Times Deutschland&#8221; zum letzten Mal erschien. „Da haben Sie aber Glück gehabt“, sagt die nette ältere Dame an der Kasse der Bahnhofsbuchhandlung am Rosenheimer Bahnhof, während sie den Betrag &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/ftd-gern-kostenlos-genommen/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein wenig fühle ich mich mitverantwortlich dafür, dass heute die &#8220;Financial Times Deutschland&#8221; zum letzten Mal erschien.</strong></p>
<p><a href="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2012/12/12-12-07-FTD.jpg" rel="lightbox[501]"><img class="alignnone size-full wp-image-502" title="Letzte Ausgabe der FTD am 7. Dezember 2012" src="http://www.blogmedien.de/wp-content/uploads/2012/12/12-12-07-FTD.jpg" alt="" width="800" height="474" /></a></p>
<p>„Da haben Sie aber Glück gehabt“, sagt die nette ältere Dame an der Kasse der Bahnhofsbuchhandlung am Rosenheimer Bahnhof, während sie den Betrag von 2,20 Euro eintippt. Tatsächlich habe ich das letzte Exemplar der letzten Ausgabe der <strong>„Financial Times Deutschland“</strong> erwischt, obwohl es erst kurz nach Sieben Uhr morgens ist. „Da wird sich der Herr (den Namen habe ich nicht verstanden) aber ärgern, weil er seit Jahren fast jeden Morgen diese Zeitung kauft.“ Die Welt erweist sich mal wieder als ungerecht – diesmal zu meinen Gunsten. <span id="more-501"></span></p>
<p>Schließlich habe ich zum ersten Mal überhaupt die auf lachsfarbenem Papier gedruckte FTD gekauft – nur aus Neugier, weil ich wissen wollte, wie sich die Redaktion von ihren Lesern verabschiedet. Auf jeden Fall originell – mit fehlenden Buchstaben im Titel: Aus „FINANCIAL TIMES“ wurde „FINAL TIMES“. Dazu die schwarzbedruckte Titelseite mit der Aufschrift „Endlich schwarz“. In den zwölf Jahren und knapp zehn Monaten ihres Bestehens hat das Blatt nur „rote Zahlen geschrieben“. Zumindest hatte das Gruner+Jahr-Management vor zwei Wochen so das endgültige Aus für die Finanz- und Wirtschaftszeitung begründet.</p>
<p>Also bin ich irgendwie mit dafür verantwortlich, dass die „Financial Times Deutschland“ ab sofort nicht mehr erscheinen kann? In Flugzeugen, in Hotels, bei Kongressen, immer dort wo ich ein Gratisexemplar der Zeitung ergattern konnte, habe ich gern zugegriffen. Zudem habe ich zweimal ein kostenloses Probe-Abo in Anspruch genommen, die Unterschrift aber immer dann verweigert, wenn ich schließlich für die FTD zahlen sollte. Warum? Weil die Zeitung für mich ein „Nice to have“ war. Die Artikel, insbesondere zu Medienthemen, empfand ich stets als fundiert und habe sie gern gelesen. Aber –  ich habe die „Financial Times Deutschland“ nie als unverzichtbare Informationsquelle angesehen für die ich täglich – oder auch nur gelegentlich – über zwei Euro ausgeben wollte. Vermutlich ging das vielen anderen ebenfalls so, wie die mageren Zahlen der „harten Verkäufe“ zeigen. Zuletzt wurden <a title="blogmedien, 23. November 2012" href="http://www.blogmedien.de/verramschte-tageszeitungen/" target="_blank">mehr Exemplare verschenkt als verkauft</a>.</p>
<p>Dass es mir – und offensichtlich auch anderen – jetzt sehr leid tut, dass mit der „Financial Times Deutschland“ eine Qualitätszeitung eingestellt wird, hilft den über 300 betroffenen Mitarbeitern überhaupt nicht weiter.</p>
<blockquote><p><strong>„Nachrufe“ in eigener Sache</strong> gibt’s auf der (noch bestehenden) <a title="Website FTD" href="http://www.ftd.de/">Website</a> der „Financial Times Deutschland“. Besonders lesenswert ist dort der Beitrag <a title="FTD, 06.12.2012" href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:public-relations-an-der-leine-der-pr/70126208.html" target="_blank">„An der Leine der PR“</a>. Autor Klaus Max Smolka ist überzeugt, dass PR in Deutschland das Vertrauen in Unternehmen und Organisationen zerstört.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/ftd-gern-kostenlos-genommen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Strategen, die sich selbst ins Knie schießen</title>
		<link>http://www.blogmedien.de/strategen-die-sich-selbst-ins-knie-schiesen/</link>
		<comments>http://www.blogmedien.de/strategen-die-sich-selbst-ins-knie-schiesen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2012 20:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogmedien.de/?p=492</guid>
		<description><![CDATA[Viele deutsche Verleger und deren Manager wollen das Internet einfach nicht verstehen. Die geplante Einforderung von Leistungsschutz bei Google und Co. ist der vorläufige Höhepunkt der nunmehr schon seit eineinhalb Jahrzehnten andauernden Hilf- und Ahnungslosigkeit im Umgang mit dem Netz. &#8230; <a href="http://www.blogmedien.de/strategen-die-sich-selbst-ins-knie-schiesen/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele deutsche Verleger und deren Manager wollen das Internet einfach nicht verstehen. Die geplante Einforderung von Leistungsschutz bei Google und Co. ist der vorläufige Höhepunkt der nunmehr schon seit eineinhalb Jahrzehnten andauernden Hilf- und Ahnungslosigkeit im Umgang mit dem Netz.</strong></p>
<p>Es gibt Dinge, die ich einfach nicht verstehe. Dazu gehören unter anderem Skat, Sinus, Kosinus und das Leistungsschutzrecht. Ich habe beim besten Willen nicht verstanden, welche Ziele deutsche Verlagsmanager mit der Durchsetzung des so genannten Leistungsschutzes verbinden. Der immer wieder angeführte vermeintlich moralische Beweggrund, dass Google mit den von deutschen Verlagen zur Verfügung gestellten Inhalten Geld verdienen würde, ist genauso dumm wie abgedroschen. <span id="more-492"></span></p>
<p>Innovativ ist der Leistungsschutz gewiss nicht und nennenswerte zusätzliche Erlöse werden Springer, Burda, Bauer und Co. damit wohl auch nicht erzielen. Wahrscheinlicher ist, dass vor allem Google für sein News-Angebot Alternativen suchen und auch finden wird:</p>
<ul>
<li>In Deutschland werden sich längst nicht alle Verlage und Betreiber von Onlinemedien dem vermeintlichen Google-Boykott anschließen. Im Gegenteil: „Für eine kleine Zeitung wie die taz ist es bares Geld wert, von Google verlinkt zu werden“, schreibt beispielsweise Chefredakteurin Ines Pohl in einem <a title="taz, 30.11.2012" href="http://www.taz.de/Kommentar-Leistungsschutzrecht/%21106515/" target="_blank">am Freitag veröffentlichten Kommentar</a>.</li>
<li>Die Google-Verweigerung etablierter deutscher Verlage und die geplante Einrichtung von Paywalls bieten nahezu ideale Voraussetzungen für den Einstieg neuer, auch ausländischer Betreiber von Newsportalen. So will die <a title="Huffington Post - Startseite der US-Ausgabe" href="http://www.huffingtonpost.com/" target="_blank">Huffington Post</a> im kommenden Jahr mit einem deutschsprachigen Angebot ins Netz gehen.</li>
<li>Zudem würde ich nicht ausschließen, dass Google selbst ein Newsportal für Deutschland startet. Die Werbevermarktung zur Finanzierung eines solchen Angebots würde Google allemal besser in den Griff bekommen, als es deutsche Verlage bislang schaffen. Immerhin – mit über 20 Mrd. US-Dollar hat Google im ersten Halbjahr 2012 allein mehr Werbeumsätze erzielt, als alle Zeitungen und Zeitschriften in den USA zusammen (siehe auch die <a title="Statista, 13.11.2012" href="http://de.statista.com/themen/651/google/infografik/712/printwerbung-versus-google/" target="_blank">Grafik bei Statista</a>). Mit einem eigenen Newsportal könnte Google beispielsweise das eigene „Kleinanzeigengeschäft“ (AdSense und AdWords) in Deutschland forcieren, was wiederum zu Lasten der hiesigen Verlage ginge.</li>
</ul>
<p>Zusammengenommen halte ich es für ein gefährliches Spiel, was deutsche Verleger und Medienmanager in Sachen Leistungsschutz treiben, zumal darin auch keine Strategie im Hinblick auf die Entwicklung der eigenen Onlinemedien zu erkennen ist. „Strategie“ bedeutet „Feldherrenkunst“. Es ist wohl zu befürchten, dass sich diese „Feldherren“ in den Chefetagen vieler Verlagshäuser nicht nur selbst ins Knie schießen, sondern darüberhinaus auch die Zukunft des Journalismus hierzulande ernsthaft gefährden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogmedien.de/strategen-die-sich-selbst-ins-knie-schiesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
