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Das Brett muss weg

Das ZDF nervt seine Zuschauer bei Fuüballübertragungen weiterhin mit der dauerhaften Einblendung von überflüssigen Informationen in XXL-Größe. Titelbild: Tolle Leistung. Trotz ZDF-Brett vorm Kopf hat Thomas Müller das 1:0 f?r die Bayern geschossen | Screenshot ZDF

30. Juli 2009. Manchmal dauert es halt etwas länger, bis die Obermainzelmänner Missstände im eigenen Programm bemerken. Im Fall der Andrea Kiewel brauchte die ZDF-Programmleitung immerhin zehn Monate, bevor sie ihre schleichwerbende Moderatorin vor die Tür setzte, zumindest vorübergehend.

Da können Fußballfreunde wohl nur hoffen, dass es diesmal etwas schneller geht. Seit dem Supercupspiel Wolfsburg gegen Bremen vor gut einer Woche rückt das ZDF bei Fußballübertragungen dauerhaft ein merkwürdiges „grafisches Ensemble“ aus eigenem Logo, abgelaufener Spielzeit, Mannschaftsnamen samt Farbkennung und Spielzeit dermaßen groß ins Bild, dass vor allem bei Nahaufnahmen Spieler regelmäßig mit „Brett vorm Kopf“ auf den heimischen Bildschirmen erscheinen.

Auch bei der Übertragung des Spiels Bayern München gegen den AC Mailand (4:1) am Mittwochabend überdeckten die Mainzelmänner Großaufnahmen von packenden Zweikämpfen, jubelndem Torschützen und schimpfenden Trainern regelmäßig mit ihrem grafischen Dilettantismus. Da es bislang offenbar auch nicht gelungen ist, Kameramänner und Bildregie an das neue abgrundhässliche Screendesign zu gewöhnen, bleibt nur eine Lösung: „Das Brett muss weg“. Übrigens nicht wie Andrea Kiewel nur vorübergehend, sondern für immer.

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