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blogmedien für unterwegs

8. Februar 2010 | Mit dem Plugin „WPtouch“ für WordPress lassen sich Weblogs für mobile Endgeräte bestens darstellen.

Schon seit Monaten hatte ich mir vorgenommen, endlich die Software, die ich für blogmedien nutze, auf den aktuellen Stand zu bringen. Die bislang verwendete WordPress-Version 2.0 (und irgendwas) lief zwar reibungslos, war allerdings mit einer Reihe von Plugins nicht kompatibel. Wiederholte „Horrormeldungen“ in einschlägigen Foren über vermeintliche Probleme hatten mich bislang vom Upgrade der Software abgehalten. Am vergangenen Samstag habe ich es dann doch gewagt und – kaum zu glauben – es hat auf Anhieb bestens funktioniert. Dank der gut nachvollziehbaren Anleitungen auf der WordPress-Seite ist es mir tatsächlich gelungen, ganze „Generationen“ der Software zu überspringen und direkt die deutschsprachige WordPress-Version 2.9.1 zu installieren.

Nach dem Upgrade kann ich jetzt beispielsweise Bilderserien einfach einfügen, meine weltbewegenden Twitter-Botschaften in das Blog einbinden und eine Reihe neuer Plugins bzw. Widgets nutzen. Der wichtigste Grund für das Upgrade war für mich allerdings die Möglichkeit, blogmedien auch für die Nutzung auf mobilen Endgeräten darstellen zu können. Und das geht richtig einfach, wenn man das kostenlose Plugin „WPtouch“ installiert. Nach Angaben der Entwickler der „BraveNewCode Inc“ lassen sich damit die Inhalte von Weblogs nicht nur auf dem „iPhone“ und dem „iPod toch“, sondern auch auf anderen Endgeräten darstellen.

Das Ergebnis kann sich zumindest auf dem „iPhone“ durchaus sehen lassen. Der Aufruf der Startseite erfolgt über die übliche Internetadresse. Dort werden zunächst die aktuellen Blogeinträge aufgelistet. Über ein Drop-Down-Menue lassen sich Übersichten nach Rubriken und Tags (Schlagworten) aufrufen. Mit der Suchfunktion werden die gewünschten Blogeinträge schnell gefunden. Die Einzeldarstellung der Inhalte erfolgt im Blogsatz und ist lesefreundlich. Zudem werden Bilder, Bilderserien, verlinkte PDF-Dokumente und eingebundene YouTube-Videos prima dargestellt. Nicht genutzt werden k?nnen dagegen Flash-Elemente wie Videos, Audios und Animationen. Über die Bearbeitungsebene (Backend)von WordPress lassen sich verschiedene Einstellungen modifizieren. So können Farben und Schriften auf die individuellen Bedürfnisse angepasst – und/oder die Darstellung der Inhalte auf bestimmte Kategorien (z.B. „Aktuell“) begrenzt werden. Weiterhin lässt sich über das Backend auch ein eigenes Logo einfügen, das dann im Kopf der mobilen Version des Weblogs erscheint. Die Grafik (PNG, JPG oder GIF) sollte im Format 59 x 60 Pixel erstellt werden. Das Logo wird dann auch bei entsprechender Verlinkung auf der Homepage des Smartphones angezeigt.

Die vorstehenden Hinweise sind selbstverständlich nicht für die „Freaks“ unter den Blog-Betreibern gedacht. Die „Bastler“ (und „Schlaumeier“) kennen und nutzen so ein Plugin sicherlich schon längst oder haben gar eine eigene Applikation für solche Zwecke entwickelt. Für Kollegen wie Christian Jakubetz, Ulrike Langer, Stefan Niggemeier oder die BILDblogger mag dieser Tipp dagegen ganz nützlich sein – schließlich sollten gute Blogs auch unterwegs über ein mobiles Endgerät erreichbar sein.