GEZ: Ganz schön angeschmiert
Neue Möglichkeiten der Gebührenkompensation werden in einem SPIEGEL-Leserbrief beschrieben
24. September 2006. Über die Absurdität der Gebührenpläne der öffentlich-rechtlichen Anstalten wurde in den vergangenen Wochen eingehend berichtet und diskutiert. Vielleicht liefen Berichte und Diskussionen bislang einseitig in eine falsche Richtung. Bereits Mitte August wurden in einem vom SPIEGEL veröffentlichten Leserbrief neue Möglichkeiten zur Kompensation der geplanten Internetgebühren aufgezeigt:
Ich soll also Gebühren dafür zahlen, dass ich ein Internet-fähiges Gerät besitze, auch wenn ich gar keinen Internet-Anschluss habe? Tja, dann werde ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.
Kein Wunder also, dass die Rundfunkkommssion der Länder am Donnerstag gekniffen – und die Entscheidung über die Erhebung von monatlich 5,52 Euro für “neuartige Empfangsgeräte” den Ministerpräsidenten überlassen hat. Ob die Länderchefs bei ihrem Treffen vom 18. bis 20. Oktober auch über eine Neuregelung für Ansprüche auf Kindergeld diskutieren werden, ist allerdings fraglich. Am Ende könnte die GEZ ganz schön angeschmiert sein.
Originalbild: Pixelquelle, Logo GEZ; Danke Mario Fürderer für den Tipp
Autor Horst Müller, wenn im Titel nicht anders angegeben. Archiviert unter ONLINE.



