Nichtwähler erstmals an der Spitze
Nie zuvor sind weniger Wahlberechtigte bei einer Bundestagswahl an die Urnen gegangen.
27. September 2009. Diese Auswertung fehlt bislang in den Wahlsendungen des Fernsehens – und auch in Newsportalen
im Internet wird den Nichtwählern noch wenig Beachtung geschenkt. Dabei endet die Bundestagswahl 2009 mit einem verheerend schlechten Ergebnis – längst nicht nur für die Sozialdemokraten. Niemals zuvor sind weniger Wahlberechtigte bei einer Bundestagswahl an die Urnen gegangen. Nach der von der ARD um 20:54 Uhr verbreiteten Hochrechnung lag die Wahlbeteiligung diesmal bei 71,2%, das sind 6,5 Prozent-Punkte weniger als vor vier Jahren.
Unter Berücksichtigung aller Wahlberechtigten kommt die CDU/CSU diesmal lediglich auf einen Stimmenanteil von
24,0% und liegt damit deutlich hinter der “Fraktion der Nichtwähler” (28,8%). Vor vier Jahren hatten CDU/CSU (27,4%) und SPD (26,6%) noch die meisten Stimmen aller Wahlberechtigten erzielt, während im September 2005 der Anteil der Nichtwähler bei 22,3 % lag. Es besteht also jede Menge Berichterstattungsbedarf in den Medien und noch mehr Handlungsbedarf für die Parteien.
Autor Horst Müller, wenn im Titel nicht anders angegeben. Archiviert unter ALLGEMEIN.



