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Sieben für Amerika

4. Novem­ber 2016 | Der erbit­terte Wahl­kampf um die US-Präsidentschaft zwi­schen Donald Trump und Hil­lary Clin­ton macht auch viele Deut­sche rat– und fas­sungs­los. Mit Hilfe von sie­ben Freun­den und Kol­le­gen in den USA habe ich ver­sucht, die Aus­gangs­po­si­tio­nen vor dem “Stich­tag” am 8. Novem­ber auf­zu­zei­gen und mög­li­che Fol­gen des Votums abzu­schät­zen. | Titel­bild: Com­pu­ter­ani­ma­tion im Newseum in Washing­ton, D.C. – eigene Auf­nahme | Die­ser Bei­trag erschien zuerst bei Medien!Student

Das Weiße Haus in Washington, D.C. ist Sitz der US-Präsidenten und soll zu den am häufigsten fotografierten Gebäuden weltweit gehören| Bild: Julia Müller
Das Weiße Haus in Washing­ton, D.C. ist Sitz der US-Präsidenten und soll zu den am häu­figs­ten foto­gra­fier­ten Gebäu­den welt­weit gehö­ren| Bild: Julia Müller

Als ich Ende August in Washing­ton, D.C. das Weiße Haus foto­gra­fierte, schien der  8. Novem­ber noch so weit ent­fernt zu sein; der Tag an dem die Ame­ri­ka­ner mit dem Repu­bli­ka­ner Donald Trump einen neuen Prä­si­den­ten – oder mit Hil­lary Clin­ton, der Kan­di­da­tin der Demo­kra­ten, erst­mals eine Prä­si­den­tin wäh­len wer­den. Ver­mut­lich so wie viele andere Deut­sche hatte auch ich bis dahin den US-Wahlkampf zwar mit eini­gem Inter­esse aus der Ferne ver­folgt, ohne aller­dings dafür beson­dere Emo­tio­nen zu ent­wi­ckeln. Ich war ziem­lich sicher, dass Hil­lary Clin­ton nach gewon­ne­ner Wahl ab 20. Januar 2017 neue Haus­her­rin an der Penn­syl­va­nia Ave­nue wer­den wird. Den Gegen­kan­di­da­ten Donald Trump sah ich vor allem als über­trie­ben agie­ren­den Schau­spie­ler in einer Rolle irgendwo zwi­schen Polit-Clown und Bad Guy ange­sie­delt, der bei den Pro­du­zen­ten der Netflix-Serie “House of Cards” wohl schon beim ers­ten Cas­ting man­gels Rea­li­täts­nähe durch­ge­fal­len wäre.

Treffen zum Abendessen mit Freunden Ende August in Washington, D.C. Rechts: Jeff Rosenberg, Journalist und ehemaliger weltweiter Chef von NPR (National Public Radio)
Tref­fen zum Abend­es­sen mit Freun­den Ende August in Washing­ton, D.C. Rechts: Jeff Rosen­berg, Jour­na­list und ehe­ma­li­ger welt­wei­ter Chef von NPR (Natio­nal Public Radio)

Am Abend die­ses Urlaubs­ta­ges in Washing­ton, D.C. geriet meine Arg­lo­sig­keit im Hin­blick auf die US-Wahlen erst­mals ein wenig ins Wan­ken. Beim gemein­sa­men Essen spra­chen Freunde von ernst­haf­ten Befürch­tun­gen, dass es Donald Trump tat­säch­lich schaf­fen – und 45. Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Nord­ame­rika wer­den könnte. Ich hörte mei­nen Gesprächs­part­nern zwar gedul­dig zu. In Panik ver­setz­ten mich ihre mah­nen­den Aus­füh­run­gen sei­ner­zeit aller­dings noch immer nicht. Jetzt – zwei Monate spä­ter, kurz vor dem Wahl­tag, hat sich meine Gemüts­lage gründ­lich ver­än­dert: In Umfra­gen liegt Trump zumeist gleich­auf mit Clin­ton, manch­mal hat er sogar die Nase vorn. Drei Fra­gen trei­ben mich des­halb vor allem um, für deren Beant­wor­tung ich die Unter­stüt­zung bei Freun­den und Bekann­ten in den USA gesucht habe:

Wer gewinnt die Wahl? Was ver­än­dert sich, wenn Hil­lary Clin­ton Prä­si­den­tin wird – und was, wenn Donald Trump tat­säch­lich gewin­nen sollte?

Fast alle, die ich zu Beginn der Woche ange­schrie­ben hatte, ant­wor­te­ten mir – teil­weise so aus­führ­lich und besorgt, dass ich wegen der ver­kürz­ten Wie­der­gabe der fun­dier­ten Aus­füh­run­gen ein schlech­tes Gewis­sen habe. Alle Sie­ben, die mir bereit­wil­lig ant­wor­te­ten, haben irgend­wie mit Medien bzw. Jour­na­lis­mus zu tun:

  • Jeff Rosen­berg, Jour­na­list aus der Nähe von Washing­ton, D.C., war jah­re­lang welt­wei­ter Chef von NPR (Natio­nal Public Radio) und gilt als eine “ame­ri­ka­ni­sche Radio-Ikone”
  • Kim Kokich ist wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin der Ame­ri­can Uni­ver­sity in Washing­ton, D.C. und arbei­tete zuvor als Redak­teu­rin bei NPR| Gor­don Roth­man ist Radio– und TV-Journalist in New York City, arbei­tete unter ande­rem als Senior Pro­du­cer für CBS-News
  • Alice Gal­lasch Kel­ley war viele Jahre lang Pro­du­ce­rin für das ZDF in Washing­ton, hat beste Kon­takte in poli­ti­sche Kreise.
  • Mio­drag Soric ist seit sie­ben Jah­ren Kor­re­spon­dent und Büro­lei­ter der Deut­schen Welle in Washing­ton, D.C.
  • Sheila M. Nicho­las ist Radio­jour­na­lis­tin und Spre­che­rin in Dallas/Texas
  • Ste­fan Czim­mek lebt und arbei­tet als selb­stän­di­ger Video­pro­du­zent im New Yor­ker Stadt­teil Brooklyn.

Ich bete für Clin­ton und befürchte, dass Trump gewinnt”

Über­zeugt davon, dass Hil­lary Clin­ton die Wahl gewin­nen wird, war bei unse­rer klei­nen Umfrage nur der Radio– und TV-Journalist Gor­don Roth­man aus New York. Er glaubt nicht, dass Donald Trump in den so genann­ten “Swing Sta­tes” die not­wen­di­gen Mehr­hei­ten – und damit genü­gend Wahl­män­ner für sich gewin­nen kann. Auch Sheila M. Nicho­las aus Dal­las und Jeff Rosen­berg aus der Nähe von Washing­ton, D.C. set­zen dar­auf, dass die Demo­kra­tin letzt­lich mehr Wahl­män­ner auf sich ver­ei­ni­gen kann, als der Repu­bli­ka­ner. Aller­dings rech­net Jeff mit einem sehr knap­pen Ergeb­nis und will Über­ra­schun­gen in letz­ter Minute kei­nes­falls ausschließen.

Tea for Trump – das Team von Deutsche Welle TV dreht bei einer Veranstaltung von zumeist wohlhabenden Trump-Anhängerinnen in Virginia | Bild: Julia Müller
Tea for Trump – das Team von Deut­sche Welle TV dreht bei einer Ver­an­stal­tung von zumeist wohl­ha­ben­den Trump-Anhängerinnen in Vir­gi­nia | Bild: Julia Müller

Wäh­rend Mio­drag Soric von der Deut­schen Welle und der in New York lebende deut­sche Video­pro­du­zent Ste­fan Czim­mek vor allem “hof­fen”, dass Hil­lary Clin­ton am Ende das Ren­nen machen wird, mag sich Alice Gal­lasch Kel­ley auf kei­nen Sie­ger fest­le­gen. Die erfah­rene TV-Producerin  ist über­zeugt davon, dass Donald Trump vor allem die akti­ve­ren Anhän­ger hat, im Ver­gleich zu sei­ner Kon­kur­ren­tin. Kim Kokich “betet” gar dafür, dass Hil­lary Clin­ton erste us-amerikanische Prä­si­den­tin wird. Tat­säch­lich befürch­tet die Wis­sen­schaft­le­rin jedoch, dass Trump gewin­nen wird, “weil er die sim­pels­ten mensch­li­chen Instinkte anspricht, ohne das wirk­lich ernst zu meinen.”

The Win­ner Takes it all

Ganz so ein­fach, wie das man­che auch in Deutsch­land kol­por­tier­ten Umfra­gen zum mög­li­chen Wahl­aus­gang in den USA glau­ben machen wol­len, funk­tio­niert das Mehr­heits­wahl­sys­tem in den USA dann aber doch nicht. Der Prä­si­dent – bzw. dies­mal mög­li­cher­weise auch die erste Prä­si­den­tin – wird nicht direkt vom Volk gewählt, son­dern erst Mitte Dezem­ber von den Wahl­män­nern, die übri­gens auch weib­lich sein können.

Auf der Website Electoral-Vote.com (Klick auf die Grafik) werden Umfragen, Prognosen und Wahlergebnisse im Hinblick auf die Verteilung der Wahlmänner nach Bundesstaaten dargestellt: Blau = Mehrheit für die Demokraten; rot = Mehrheit für die Republikaner, die auch als Grand Old Party (GOP) bezeichnet werden; weiß = “Swing States” in denen bis zum Schluss um die Mehrheiten gekämpft wird.
Auf der Web­site Electoral-Vote.com (Klick auf die Gra­fik) wer­den Umfra­gen, Pro­gno­sen und Wahl­er­geb­nisse im Hin­blick auf die Ver­tei­lung der Wahl­män­ner nach Bun­des­staa­ten dar­ge­stellt: Blau = Mehr­heit für die Demo­kra­ten; rot = Mehr­heit für die Repu­bli­ka­ner, die auch als Grand Old Party (GOP) bezeich­net wer­den; weiß = “Swing Sta­tes” in denen bis zum Schluss um die Mehr­hei­ten gekämpft wird.

Am 8. Novem­ber geben die wahl­be­rech­tig­ten US-Bürger ihre Stim­men also für die Wahl­män­ner in den ein­zel­nen Bun­des­staa­ten ab. Dabei wer­den zumeist dem Kan­di­da­ten alle Wahl­män­ner zuge­spro­chen, der die ein­fa­che Mehr­heit der abge­ge­be­nen und gül­ti­gen Stim­men erreicht. Nur in den Bun­des­staa­ten Maine und Nebraska wer­den die Wahl­män­ner pro­por­tio­nal zum Wahl­er­geb­nis auf­ge­teilt. Die Ver­tei­lung der ins­ge­samt 538 Wahl­män­ner rich­tet sich nach den  Bevöl­ke­rungs­zah­len der ein­zel­nen Bun­des­staa­ten. So hat Kali­for­nien bei­spiels­weise 55 Wahl­män­ner, das kleine Dela­ware an der Ost­küste dage­gen nur drei.

Gut erklärt wird das US-Wahlsystem in  dem Video der Agen­tur Expla­nity, das in Zusam­men­ar­beit mit der Bun­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung (bpb) ent­stand. Darin wird auch die große Bedeu­tung der so genann­ten “Swing Sta­tes” erläu­tert; das sind die Bun­des­staa­ten, in denen die gro­ßen Par­teien bis zuletzt um die ein­fa­che Mehr­heit – und damit um alle Wahl­män­ner­stim­men kämpfen.

Wenn Hil­lary Clin­ton siegt, wird sich kaum etwas verändern

Die Ehe­frau des 42. US-Präsidenten Bill Clin­ton (1993–2001) und Außen­mi­nis­te­rin in der ers­ten Amts­zeit von Barack Obama (2009–2013) ist für viele US-Bürger keine Wunsch­kan­di­da­tin, son­dern häu­fig nur das “klei­nere Übel” gegen­über Donald Trump. In der eige­nen Par­tei hatte Hil­lary Clin­ton viel grö­ßere Schwie­rig­kei­ten als erwar­tet, um sich schließ­lich im Vor­wahl­kampf gegen den vor allem bei jun­gen Wäh­lern in Groß­städ­ten popu­lä­ren Ber­nie San­ders durch­zu­set­zen. In den direk­ten TV-Duellen konnte die 69jährige zwar gegen Donald Trump “punk­ten”. Dem gelang es aller­dings immer wie­der die so genannte “E-Mail-Affäre” sowie die lang­jäh­rige Zuge­hö­rig­keit Clin­tons zum poli­ti­schen Esta­blish­ment gegen sie ins Feld zu führen.

Bild: HillaryClinton.com
Bild: HillaryClinton.com

“Ich glaube nicht wirk­lich an grö­ßere Ver­än­de­run­gen, wenn sie gewinnt”, schrieb mir Jeff Rosen­berg und traf damit den Tenor der meis­ten Ant­wor­ten, die ich auf meine kleine Umfrage bei Freun­den und Bekann­ten in den USA erhielt. Zumin­dest sei sie für das Prä­si­den­ten­amt qua­li­fi­zier­ter als ihr Kon­tra­hent, ergänzte noch Sheila M. Nicho­las aus Dal­las, auch “wenn ich poli­tisch nicht 100 Pro­zent mit ihr übereinstimme.” 

Die Filmemacher Stefan Czimmek (links) und Miodrag Soric sind zwei Teilnehmer der Expertenbefragung zu den US-Präsidentschaftswahlen | Bild: Julia Müller
Die Fil­me­ma­cher Ste­fan Czim­mek (links) und Mio­drag Soric sind zwei Teil­neh­mer der Exper­ten­be­fra­gung zu den US-Präsidentschaftswahlen | Bild: Julia Müller

Aller­dings wird sich Hil­lary Clin­ton als Prä­si­den­tin wohl noch mehr mit den Repu­bli­ka­nern im Reprä­sen­tan­ten­haus “her­um­schla­gen” müs­sen, als das Barack Obama ohne­hin schon tun musste, glau­ben Gor­don Roth­man, Kim Kokich und auch Mio­drag Soric. Der Chef der Deut­schen Welle in Washing­ton befürch­tet zudem, dass sich unter ihrer Prä­si­dent­schaft die Bezie­hun­gen zu den Groß­mäch­ten Russ­land und China ver­schlech­tern könn­ten: “Außen­po­li­tisch ist sie ein Falke”.  Auch in der eige­nen Par­tei könnte Hil­lary Clin­ton vom so genann­ten Bernie-Sanders-Flügel “Schwie­rig­kei­ten bekom­men”, kann sich Alice Gal­lasch Kel­ley durch­aus vor­stel­len. Fil­me­ma­cherSte­fan Czim­mek geht noch wei­ter: “Viele ent­täuschte Wäh­ler wer­den mög­li­cher­weise auf die Straße gehen. Ihre Träume vom ‘Change’ wur­den zer­stört. Trump wird sie ansta­cheln, mög­li­cher­weise wird es Aus­schrei­tun­gen geben.” 

US-Wahlkamp als Schaufensterdekoration bei einem Optiker auf der Münchener Leopoldstraße | Bild: Inge Seibel
US-Wahlkamp als Schau­fens­ter­de­ko­ra­tion bei einem Opti­ker auf der Mün­che­ner Leo­pold­straße | Bild: Inge Seibel

Donald Trump als Prä­si­dent – eine schreck­li­che Aussicht

Im Vor­wahl­kampf wurde er zunächst gar nicht rich­tig wahr– und schon gar nicht ernst genom­men. Zumin­dest nicht von den eta­blier­ten Medien. Bericht­er­stat­ter in den USA – und mit eini­gem zeit­li­chen Abstand auch ihre aus­län­di­schen Kol­le­gen – sahen ver­wun­dert zu, wie der umstrit­tene Immobilien-Milliardär Donald Trump zunächst die favo­ri­sier­ten Kon­tra­hen­ten in der eige­nen Par­tei aus dem Vor­wahl­kampf warf und seit­dem der ursprüng­lich hoch favo­ri­sier­ten Demo­kra­tin Hil­lary Clin­ton das Leben schwer macht. Seine ver­ba­len Aus­rut­scher und man­nig­fa­che Ent­hül­lun­gen über angeb­li­che Betrü­ge­reien lie­ßen bis­lang die Umfra­ge­werte stets nur für kurze Zeit abrut­schen.  Wenige Tage vor der Wahl liegt der 70jährige Trump wie­der gleich­auf mit Clin­ton. Selbst die Washing­ton Post mag nicht mehr aus­schlie­ßen, dass der 45. Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten Donald Trump hei­ßen könnte. Am Mitt­woch ver­öf­fent­lichte die Redak­tion meh­rere rech­ne­ri­sche Sze­na­rien, in denen auch Kon­stel­la­tio­nen für mög­li­che Mehr­hei­ten unter den Wahl­män­nern für den Kan­di­da­ten der Repu­bli­ka­ner auf­ge­zeigt werden.

Bild: DonaldTrump.com
Bild: DonaldTrump.com

Und was dann? Ziem­li­che Rat­lo­sig­keit herrscht auch bei den Freun­den und Kol­le­gen in den USA, denen ich die Frage stellte “was ändert sich, wenn Donald Trump Prä­si­dent wird?”  Für Gor­don Roth­man ist das “eine schreck­li­che Aus­sicht”. Jeff Rosen­berg mag sich das Sze­na­rio am liebs­ten erst gar nicht vor­stel­len, weil die Aus­sich­ten “so fürch­ter­lich” seien und Ame­rika wohl in ein Chaos stür­zen wür­den, wie Sheila M. Nicho­las befürch­tet. Kon­kret geht Kim Kokich davon aus, dass Trump inter­na­tio­nale Ver­träge bricht und Errun­gen­schaf­ten aus der Amts­zeit Barack Oba­mas wie­der abschafft, wie die Gesund­heits­re­form “Obama Care” oder die sichere medi­zi­ni­sche Abtreibung.

Treffen Ende August mit dem TV- und Radiojournalisten Gordon Rothman (rechts) im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
Tref­fen Ende August mit dem TV– und Radio­jour­na­lis­ten Gor­don Roth­man (rechts) im New Yor­ker Stadt­teil Brooklyn.

Wäh­rend Alice Gal­lasch Kel­ley erst ein­mal abwar­ten will, wel­che Ände­run­gen eine Prä­si­dent­schaft von Donald Trump für die Ame­ri­ka­ner und den Rest der Welt mit sich brin­gen würde, befürch­tet Ste­fan Czim­mek, dass die Mit­tel­schicht wei­ter schrump­fen könnte. Einen “Kol­laps” erwar­tet der in New York lebende Fil­me­ma­cher aller­dings nicht, schließ­lich bewege sich Trump “in einem Sys­tem aus Checks und Balan­ces”. Seine Hand­lungs­mög­lich­kei­ten seien dem­nach beschränkt – trotz­dem aber nicht unge­fähr­lich. Bei einem Sieg des Repu­bli­ka­ners könn­ten wir Deut­schen zu den Ver­lie­rern gehö­ren, meint Mio­drag Soric von der Deut­schen Welle. Mit Trumps Prä­si­dent­schaft könnte eine Zeit der wirt­schaft­li­chen Abschot­tung ein­ge­lei­tet wer­den, die vor allem export­ab­hän­gige Natio­nen wie eben Deutsch­land tref­fen würde.

Merke: Die US-Wahlen am nächs­ten Diens­tag sind eben keine wei­te­ren Epi­so­den aus der TV-Serie  “House of Cards”, die wir uns ent­spannt auf dem hei­mi­schen Sofa anse­hen könn­ten. Hil­lary Clin­ton gegen Donald Trump – das ist “Rea­lity TV”, das unsere ganze Auf­merk­sam­keit erfordert.

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