Reisen

Auf leuchtenden Stegen über einen unbekannten See wandeln

19. Juni 2016 | Mit sei­nen “Floa­ting Piers” auf dem Iseo­see in der Lom­bar­dei ist dem Objekt­künst­ler Christo erneut ein atem­be­rau­ben­des Kunst­werk gelun­gen. Gisela Suding ist zur Pre­miere vor Ort und hat uns ein paar sehens­werte Schnapp­schüsse übermittelt.

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Das Wet­ter spielte mit bei der Pre­miere von Chris­tos “Floa­ting Piers” auf dem Iseo­see in der ita­lie­ni­schen Lombardei.

Unsere Freun­din Gisela hat immer wie­der mal ver­rückte Ideen, wenn es darum geht, die Lebens­qua­li­tät ein wenig zu erhö­hen. Als sie uns vor eini­gen Mona­ten fragte, ob wir nicht Lust hät­ten, im Juni mit an den Iseo­see zu kom­men, weil dort Christo sein neues Kunst­werk vor­stel­len wolle, war unsere Ant­wort aller­dings ziem­lich schroff “nein!” Nach­dem wir jetzt aller­dings den ers­ten Schwung Fotos von gelblich-orange schim­mern­den schwim­men­den Ste­gen, umge­ben von einer herr­li­chen Berg­land­schaft erhiel­ten, waren wir schon ein wenig neidisch.

Der Iseo­see ist bis­lang ein außer­halb Ita­li­ens kaum bekann­tes Feri­en­ge­biet in der Lom­bar­dei. Zu Chris­tos “Floa­ting Piers” wer­den bis zum 3. Juli etwa 500.000 Besu­cher erwartet.
Irgendwo auf die­sem Boot soll der Meis­ter selbst zu sehen sein — behaup­tet Gisela. Christo hatte das Pro­jekt “Floa­ting Piers” schon vor 40 Jah­ren mit sei­ner inzwi­schen ver­stor­be­nen Frau Jeanne-Claude geplant.
Floa­ting Piers ver­bin­den auf einer Länge von rund drei Kilo­me­tern die Ort­schaft Sul­zano auf dem Fest­land zunächst mit den Inseln Monte Isola und San Paolo im Iseosee.
Damit die vie­len Besu­cher über das Was­ser wan­deln kön­nen, wur­den rund 220.000 Schwimm­wür­fel aus Kunst­stoff ver­baut. Das gewal­tige Kunst­pro­jekt soll rund 15 Mil­lio­nen Euro gekos­tet haben.
Die schwim­men­den Stege auf dem Iseo­see sind noch bis zum 3. Juli begeh­bar. Ein­tritt wird nicht erho­ben. Wer das opti­sche Spek­ta­kel noch mit­er­le­ben möchte, fin­det hier wei­tere Infos.
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