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Snap dir dein Autogramm

24. April 2016 | Auto­gramm­kar­ten waren ges­tern. Heute besor­gen sich Fans die Signa­tu­ren ihrer Stars digi­tal per Snap­chat. Julia und Sophia haben damit sogar die bri­ti­sche Rock­band Coasts auf den Geschmack gebracht.

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Snap mit Auto­gramm von Coasts-Bassist James Gamage für Julia (rechts) und ihre Schul­freun­din Sophia

Rock– und Pop­stars, Stars und Stern­chen, mög­li­cher­weise sogar Fußball-Bundesligaprofis kön­nen sich dem­nächst wohl ihre Auto­gramm­kar­ten spa­ren. Fans von heute bevor­zu­gen immer mehr die digi­tale Vari­ante der begehr­ten Signa­tu­ren. Ein­fach mög­lich ist das bei­spiels­weise mit Snap­chat. Unsere Toch­ter Julia und ihre Schul­freun­din Sophia haben das kürz­lich nach einem Kon­zert der bri­ti­schen Rock­gruppe Coasts im Ham­bur­ger Musik­club Molo­tow erfolg­reich aus­pro­biert. Sän­ger Chris Cai­nes und Bas­sist James Camage waren ange­sichts des (noch) außer­ge­wöhn­li­chen “digi­ta­len” Auto­gramm­wun­sches zunächst etwas irri­tiert, fan­den dann aller­dings schnell Spaß an dem Signie­ren der Snaps und wol­len das künf­tig am liebs­ten immer so handhaben.

Digi­ta­les Auto­gramm vom Star Wars-Regisseur

Snap mit Autogramm von J.J. Abrams | Bild: Richard Gutjahr
Snap mit Auto­gramm von J.J. Abrams | Bild: Richard Gutjahr

Sophia und Julia haben damit eine Idee auf­ge­grif­fen, die der Jour­na­list, Blog­ger und lei­den­schaft­li­che “Snap­per” Richard Gut­jahr schon Wochen zuvor bei der Digi­tal­kon­fe­renz South by Sou­thwest im texa­ni­schen Aus­tin hatte. Ihm gelang es so ein Auto­gramm von J. J. Abrams zu ergat­tern. Der ist einer der erfolg­reichs­ten us-amerikanischen Dreh­buch­au­to­ren, Film-Regisseure und Pro­du­zen­ten. Zuletzt hatte Abrams die Regie bei der sieb­ten Epi­sode aus der Star-Wars-Saga mit dem Titel “Das Erwa­chen der Macht” geführt. Sei­ner­zeit freute sich Richard per Face­book “Yes! J.J. Abrams (Star Wars, Star Trek) hat gerade mein Snap signiert. Mit dem Fin­ger auf mei­nem iPhone.” Kom­pli­ziert ist das Auto­gramm per Snap­chat ohne­hin nicht: Ein­fach ein Bild vom begehr­ten Promi auf­neh­men und sich dann die Unter­schrift per Mal-Funktion d’raufsetzen las­sen. Aber nicht ver­ges­sen: Das Bild spei­chern, sonst ist das digi­tale Auto­gramm — wie alles bei Snap­chat — nach 24 Stun­den verschwunden.

Die Bedie­nungs­an­lei­tung: Snap Me If You Can von Phil­ipp Steuer

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Richard Gut­jahr, einer der füh­ren­den deut­schen Social Media-Experten mit viel Erfah­rung in der Anwen­dung von unter­schied­li­chen Tools, gibt übri­gens offen zu, dass er anfangs schon einige Zeit brauchte, um mit Snap­chat klar­zu­kom­men. Dass es vie­len ande­ren gestan­de­nen Jour­na­lis­ten ebenso geht, hat inzwi­schen auch Phil­ipp Steuer erkannt. In sei­nem digi­ta­len Buch “Snap me if you Can”, das bereits in der zwei­ten — aktua­li­sier­ten — Auf­lage erschie­nen ist, gibt’s pra­xis­nahe Gebrauchs­an­wei­sun­gen für das ursprüng­lich als Instant-Messaging-Dienst gestar­tete Social Media-Angebot, bei dem die Funk­ti­ons­um­fänge lau­fend erwei­tert wer­den. Das Buch kann gegen eine frei­wil­lige Spende hier her­un­ter­ge­la­den wer­den. Über lau­fende Ent­wick­lun­gen infor­miert Phil­ipp seine Buch­kun­den zudem regel­mä­ßig per Newsletter.

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