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10. Okto­ber 2011 | In dem gerade ver­öf­fent­lich­ten “Lehr­brief” ver­rate ich “mei­nen” Medi­en­stu­den­ten so ziem­lich alles, was ich über “Jour­na­lis­ti­sches Arbei­ten” weiß.

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Wer schon ein­mal ein Buch geschrie­ben hat, kennt ver­mut­lich das Gefühl: Spä­tes­tens am Tag der Ver­öf­fent­li­chung wol­len Auto­ren für ihr Werk hofiert und beglück­wünscht wer­den. Aller­dings – wer nicht gerade umschwärm­ter Star­au­tor ist, wird sol­che Hul­di­gun­gen kaum erfah­ren, zumal wenn es um ein Sach­buch mit einer in der Regel gerin­gen Auf­lage geht. In vie­len Fäl­len müs­sen die Ver­fas­ser zumin­dest einen Teil der Kos­ten auch noch selbst tra­gen, damit sie ihre geis­ti­gen Ergüsse dem Rest der Welt über­haupt mit­tei­len können.

Zumin­dest musste ich kein finan­zi­el­les Risiko im Zusam­men­hang mit der Ver­öf­fent­li­chung mei­nes Lehr­briefs “Jour­na­lis­ti­sches Arbei­ten” über­neh­men. Das 450 Sei­ten umfas­sende Kom­pen­dium ist Teil der Reihe “Medi­en­ge­stützte Wis­sens­ver­mitt­lung”, die auf Initia­tive mei­nes geschätz­ten Kol­le­gen Lud­wig Hil­mer für Stu­den­ten der Fakul­tät Medien an der Hoch­schule Mitt­weida kon­zi­piert wurde. Mitt­weidaer Medi­en­stu­den­ten kön­nen den Lehr­brief ab sofort über meine “dienst­li­che” Web­site medien-student.de down­loa­den oder für 9 Euro als Buch erwer­ben. Dafür ver­rate ich Medi­en­ma­chern von mor­gen so ziem­lich alles, was ich über Jour­na­lis­mus weiß. (Inhalts­ver­zeich­nis)

Der theo­re­ti­sche Teil beginnt mit einer “klei­nen Medi­en­lehre”. Schließ­lich soll­ten sich künf­tige Jour­na­lis­ten in dem Metier aus­ken­nen, in dem sie spä­ter tätig sein wol­len. Beschrie­ben wer­den anschlie­ßend Anfor­de­run­gen an Nach­wuchs­jour­na­lis­ten und die Rah­men­be­din­gun­gen (Tätig­keits­fel­der, recht­li­che und ethi­sche Aspekte) für den Jour­na­lis­mus in Deutsch­land. Im Pra­xis­teil geht’s zunächst um jour­na­lis­ti­sche Arbeits­ab­läufe und Infor­ma­ti­ons­quel­len. Gro­ßen Wert habe ich wei­ter­hin auf Recher­chen und Veri­fi­zie­run­gen gelegt. Bei den Dar­stel­lungs­for­men wer­den neben den “Klas­si­kern”  wie Nach­richt, Bericht, Repor­tage etc., auch die beson­de­ren Mög­lich­kei­ten und Anfor­de­run­gen der Online­me­dien berück­sich­tigt. Unter­stützt wurde ich dabei unter ande­rem von Ulrike Lan­ger, Richard Gut­jahr und Mar­cus Schuler. Gemein­sam mit den drei aus­ge­wie­se­nen Online– und Social-Media-Experten habe ich Kri­te­rien zur Ein­ord­nung und Defi­ni­tion des Begriffs “Online­me­dien” erarbeitet.

Ob’s gelun­gen ist? Ich kann hier unmög­lich eine Rezen­sion über das selbst­ge­schrie­bene Sach­buch ver­fas­sen — das über­lasse ich bei Inter­esse gern ande­ren, ins­be­son­dere “mei­nen” Stu­den­ten, die das “Werk” hof­fent­lich nicht nur down­loa­den oder als Buch kau­fen, son­dern auch nut­zen werden.

Im Nach­hin­ein bin ich mei­nem “wis­sen­schaft­li­chen Zieh­va­ter”, wie ich mei­nen Kol­le­gen Lud­wig Hil­mer vol­ler Respekt bezeichne, sehr dank­bar dafür, dass er mich hart­nä­ckig zu die­sem Lehr­brief über­re­det hat. Damit war ich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten gezwun­gen, selbst Din­gen auf den Grund zu gehen, zu recher­chie­ren und die dabei erhal­te­nen Resul­tate zu veri­fi­zie­ren. Ich habe seit vie­len Jah­ren selbst nicht mehr so inten­siv jour­na­lis­tisch gear­bei­tet. Die Erstel­lung des Lehr­briefs hat mir ein­fach Spaß gemacht.

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