Medien Video

Frau Illners Unterschichtenfernsehen…

…für die Ärme­ren, “Hart­zer” und schlich­te­ren Gemü­ter. blog­me­di­enTV doku­men­tiert ver­bale Atta­cken und üble Dif­fa­mie­run­gen gegen­über vie­len Zuschau­ern in der ZDF-Talksendung “May­brit Illner”.

[youtube id=“DCW6dJriFPo” width=“800” height=“450” autoplay=“no” api_params=”” class=””]

18. Februar 2011 | Dass sich Poli­ti­ker mitt­ler­weile weit von ihren Wäh­lern ent­fernt haben, ist längst eine Bin­sen­weis­heit, genauso wie viele Fern­seh­ma­cher von ihren Zuschau­ern. Nach­zu­se­hen war das bei May­brit Ill­ner am Don­ners­tag­abend im ZDF. Mit ihren Gäs­ten Tho­mas Gott­schalk, Mathieu Car­ri­ère, Ute Bier­nat (TV-Produzentin) und Gio­vanni di Lorenzo wollte die Plau­der­ta­sche der Main­zel­män­ner laut Pro­gram­man­kün­di­gung eigent­lich der Frage nach­ge­hen “Was ist gute Unter­hal­tung im Fern­se­hen”? Das ging gründ­lich schief — wie Ste­fan Win­ter­bauer bei meedia.de zutref­fend ana­ly­siert: “May­brit Ill­ner war vom Unterhaltungs-Thema überfordert.”

Unglaub­lich ver­lief dann Ill­ners Aus­flug ins “Unter­schich­ten­fern­se­hen”. Ihr Ansatz: Das “Dschun­gel­camp” sei halt etwas “für die Ärme­ren”, die sie abfäl­lig auch gleich noch als “Hart­zer” belei­digte. Weil die Mode­ra­to­rin bei den ver­ba­len Atta­cken gegen viele ihrer Zuschauer ins Strau­cheln geriet, sprang ihr Tho­mas Gott­schalk bei: “Die schlich­te­ren Gemüter”.

Was mich an die­sen Unver­schämt­hei­ten am meis­ten störte? Nie­mand hat ernst­haft wider­spro­chen, auch “Zeit”-Chefredakteur Gio­vanni di Lorenzo nicht. Ledig­lich Ute Bier­nat “gefiel” der Begriff “Unter­schich­ten­fern­se­hen” nicht. Und mir gefällt nicht, dass ich sol­che Arro­ganz im öffentlich-rechtlichen Fern­se­hen mit mei­nen Gebüh­ren zu finan­zie­ren habe.

Top