Medien

Nichtwähler erstmals an der Spitze

Nie zuvor sind weni­ger Wahl­be­rech­tigte bei einer Bun­des­tags­wahl an die Urnen gegangen.

27. Sep­tem­ber 2009. Diese Aus­wer­tung fehlt bis­lang in den Wahl­sen­dun­gen des Fern­se­hens — und auch in News­por­ta­len im Inter­net wird den Nicht­wäh­lern noch wenig Beach­tung geschenkt. Dabei endet die Bun­des­tags­wahl 2009 mit einem ver­hee­rend schlech­ten Ergeb­nis — längst nicht nur für die Sozialdemokraten.

Nicht­wäh­ler 2009

Wäh­ler­gruppe20092005
Nicht­wäh­ler29,222,3
CDU/CSU23,927,7
SPD16,126,6
Pro­zen­tua­ler Anteil der gro­ßen Par­teien unter Berück­sich­ti­gung aller Wahl­be­rech­tig­ten

Nie­mals zuvor sind weni­ger Wahl­be­rech­tigte bei einer Bun­des­tags­wahl an die Urnen gegan­gen. Nach dem vor­läu­fi­gen End­er­geb­nis lag die Wahl­be­tei­li­gung dies­mal bei 70,8%, das sind 6,9 Prozent-Punkte weni­ger als vor vier Jah­ren. Unter Berück­sich­ti­gung aller Wahl­be­rech­tig­ten kommt die CDU/CSU dies­mal ledig­lich auf einen Stim­men­an­teil von 23,9% und liegt damit deut­lich hin­ter der “Frak­tion der Nicht­wäh­ler” (29,2%). Vor vier Jah­ren hat­ten CDU/CSU (27,7%) und SPD (26,6%) noch die meis­ten Stim­men aller Wahl­be­rech­tig­ten erzielt, wäh­rend im Sep­tem­ber 2005 der Anteil der Nicht­wäh­ler bei 22,3 % lag. Es besteht also jede Menge Bericht­er­stat­tungs­be­darf in den Medien und noch mehr Hand­lungs­be­darf für die Parteien.

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