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Richtig und falsch (1)

Anmerkungen zu Westerwelle und Bruder Barnabas, “Bild” und Griechenland, Brüderle und einem Popsong, WDR und Madeira

7. März 2010. Richtig ist, dass FDP-Chef – und derzeitiger Bundesaußenminister – Guido Westerwelle wegen des so genannten “KZ-Vergleichs” von Bruder Barnabas nicht mehr zum “Derblecken” auf dem Münchner Nockherberg eingeladen werden will. Falsch ist die Vermutung, dass die Paulaner-Brauerei Westerwelles Platz beim “Salvator-Anstich” künftig einem Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung stellen wird.

Falsch ist die Behauptung von “Bild” in einem “offenen Brief” an Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou, dass in Deutschland die Menschen arbeiten “bis sie 67 Jahre alt sind”. Richtig ist, dass der erste Deutsche im Jahr 2031 mit 67 in Rente gehen wird (wenn sich an der gesetzlichen Regelung bis dahin nichts mehr ändern sollte).

Richtig lautet der Refrain des aktuellen Pophits “Wishing you well” von der Gruppe “Stanfour” so:

“Oh ohohohoh – Oh ohohohohoh – Hm, hm, hm, hm – Oh ohohohoh – Oh ohohohohoh – Hm, hm, hm, hm”.

Falsch ist das Gerücht, dass sich die Formation aus Schleswig-Holstein von Bundeswirtschaftsminister – und Rhetorik-Künstler – Rainer Brüderle dazu inspirieren ließ.

Richtig ist, dass das WDR-Fernsehen zwei Wochen nach der Unwetterkatastrophe auf Madeira am Sonntagabend die Sendung “Wunderschön! Madeira – Blumeninsel im Atlantik” zeigt. Auszug aus der Ankündigung:

Blumen, Berge und Bäche prägen das Bild von Madeira. Die meisten Touristen kommen zum Wandern auf die Blumeninsel im Atlantik – und um sich an der einzigartigen Flora und Fauna zu erfreuen. Tamina Kallert bummelt durch die Hauptstadt Funchal mit ihrer Markthalle im Art Déco-Stil. Sie findet sich zur Teatime im vornehmen Hotel Reid’s Palace ein, rutscht mit einem Korbschlitten ins Tal, probiert den berühmten Madeirawein und sieht Korbflechtern über die Schulter.

Falsch ist die Annahme, dass der WDR demnächst die Sendungen “Wunderschön! Haiti das Naturerlebnis in der Karibik” und “Wunderschön! Chile abseits der Touristenwege” plant.

“Großer Tummelplatz für das Radio”

Deutschlands Hörfunker haben das mobile Internet als zusätzlichen Verbreitungsweg für ihre Programme entdeckt. Viele Sender bieten inzwischen Applikationen für Smartphones an, die weit mehr können, als nur Radiosendungen zu übertragen.

Dieser Beitrag entstand für Hoerfunker.de, die  Radioseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

5. März 2010. Als Hans-Dieter Hillmoth am 15. November 1989 mit “Radio FFH” auf Sendung ging, war die Radiowelt noch überschaubar. Der hessische Privatsender strahlte ein populäres Programm aus, das sich bald gegen den vermeintlich übermächtigen Hessischen Rundfunk durchsetzte und zum Marktführer zwischen  Kassel und Viernheim wurde. Heute ist der Radiomann Herr über 25  Programme, wovon allerdings lediglich drei terrestrisch über UKW verbreitet werden: Neben “Hit Radio FFH” sind das der Jugendsender “Planet Radio” (Sendestart 1997) und die Oldiewelle “Harmony fm” (seit 2003). Die anderen Kanäle hat Hillmoth speziell für die Verbreitung über das Internet konzipieren lassen. Dabei reicht das Angebot von “Top 40″ über “Rock over Germany” und “Schlagerkult” bis zu einem Kinder- und Comedy-Kanal. weiterlesen »

“Ein interessantes Angebot”

Medienprofessor Volker Lilienthal sieht blogmedien als positives Beispiel.

3. März 2010. Wenn einem gutes widerfährt, ist das schon einen Blogeintrag wert: Volker Lilienthal sieht blogmedien – neben “Wir in NRW” und dem Blog von Stefan Niggemeier – als positives Beispiel für Journalismus in der deutschen Bloggerszene. In einem Hintergrundbeitrag zum Thema “Journalismus im Internetzeitalter” schreibt Lilienthal in der aktuellen Ausgabe von “epd-Medien” (16/2010, 3. März 2010): weiterlesen »

Notizen eines APParatschiks

Ladehemmungen beim “Spiegel-i” +++ “Bild-App” zum Normaltarif +++ “APPzock-Empfehlung” von meedia.de +++ Radiomacher auf dem iPhone

2. März 2010. Vor einer Woche hatte ich die erste Ausgabe des mobilen “Spiegel” hier bei blogmedien ziemlich heftig kritisiert. Weil mein geschätzter Kollege Christian Jakubetz in seinem “JakBlog” das seit Samstag erhältliche zweite “Spiegel-i” durchaus lobt (“Jetzt sieht´s schon besser aus”),  habe ich noch einmal 2,99 Euro investiert. Dabei hatte ich zunächst mit Ladehemmungen zu kämpfen. Mehrere Versuche, die aktuelle Ausgabe über die “Spiegel-App” herunterzuladen, endeten zunächst mit Fehlermeldungen. Am Montagabend habe ich es dann schließlich doch geschafft – und war wieder enttäuscht. Soweit erkennbar, werden diesmal zwar alle Artikel des Nachrichtenmagazins auch den mobilen Nutzern zur Verfügung gestellt und der Umfang des Bildmaterials ist wesentlich größer als vor einer Woche. Allerdings ist die Aufbereitung der Texte für die kleinen Displays nach wie vor unübersichtlich, zudem sind einige Grafiken kaum zu entziffern. Es bleibt dabei – beim “Spiegel-i” besteht Verbesserungsbedarf. weiterlesen »

Dabei bleibt es mild

Der “Killerorkan Xynthia” hat offenbar einige “Wetterfrösche” auf dem falschen Fuß erwischt.

1. März 2010. Wer am Samstagabend am Ende der Hauptausgabe der “Tagesschau” die “Wettervorhersage für morgen, Sonntag, den 28. Februar,” sah, dürfte kaum beunruhigt gewesen sein. In der Prognose wurde zwar auf “schwere Sturmböen bis orkanartige Böen, auf den Bergen Orkanböen” verwiesen, eine explizite Unwetterwarnung gab es allerdings nicht. Dass “Killerorkan Xynthia” (‘Bild’) schließlich am Sonntag in Deutschland schwerste Schäden anrichten würde und sechs Todesopfer forderte, kam für einige “Wetterfrösche” offenbar völlig unerwartet. Diesen Eindruck erhält man zumindest bei Gegenüberstellung der Wettervorhersage vom Samstagabend und einer am Montagmorgen bei “Tagesschau.de” veröffentlichten vorläufigen Bilanz des Unwetters: weiterlesen »